Adelshaus darf Brief von Christoph Kolumbus nicht versteigern lassen

11. März 2015, 15:07
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Stiftung der Herzöge von Alba braucht Geld - Gericht befindet Kulturerbe-Status jedoch für wichtiger

Madrid - Das spanische Adelshaus der Herzöge von Alba darf einen Brief aus der Feder von Christoph Kolumbus (1451-1506) nicht versteigern lassen. Wie die Zeitung "El País" am Mittwoch berichtete, untersagte das Madrider Oberlandesgericht der Stiftung der Adelsfamilie, das Original eines privaten Schreibens des Seefahrers an dessen Sohn Diego aus dem Jahr 1498 in London unter den Hammer zu bringen.

Die Stiftung hatte ihr Vorhaben damit begründet, dass sie Geld benötige, um das historische Erbe des Adelshauses zu pflegen. Der Brief, dessen Wert mit 21 Millionen Euro beziffert wurde, sei nur einer von vielen des Seefahrers, er gehöre historisch nicht zu den bedeutendsten.

Das spanische Kulturministerium sah das anders und reichte gegen die geplante Versteigerung Klage ein. Es begründete dies damit, dass der Brief ein "Gut von außergewöhnlicher Relevanz für das dokumentarische Erbe Spaniens" sei. (APA/red, derStandard.at, 11.3. 2015)

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