Brother bietet 1,5 Mrd. Euro für britischen Druckerhersteller Domino

11. März 2015, 14:13
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Domino-Aktie im Höhenflug

Der japanische Elektronikkonzern Brother will für knapp 1,5 Mrd. Euro den britischen Hersteller von Strichcode-Druckern, Domino Printing, kaufen. Man sei sich bei dem Vorhaben bereits einig, teilten beide Firmen am Mittwoch mit. Die Japaner, die neben Druckern auch Nähmaschinen und Karaoke-Anlagen herstellen, bauen damit die wichtige Druckersparte aus.

Domino war nach Angaben von Experten in manchen Bereichen bei Spezialdruckern für Strichcode-Etiketten führend, braucht zur Verteidigung seiner Stellung aber einen Partner.

Investoren rechnen indes offenbar damit, dass noch weitere Interessenten die Hand heben werden. In Erwartung eines höheren Angebots schnellten die Domino-Papiere um mehr als 30 Prozent auf 950 Pence (13,3 Euro) nach oben und lagen damit deutlich über den von Brother gebotenen 915 Pence (12,8 Euro). Dabei bieten die Japaner gemessen am Schlusskurs vom Dienstag bereits einen Aufschlag von 27 Prozent. Analysten nannten als mögliche weitere Interessenten die US-Konzerne Danaher und Dover.

Im Sommer hatte Domino mitgeteilt, dass das Ergebnis 2015 durch die Konkurrenz in Asien sowie höhere Entwicklungskosten belastet werde. Der Sender Sky News hatte am Dienstag berichtet, Domino habe nach Gesprächen mit US-Rivalen bereits einem Geschäft mit einem japanischen Konzern zugestimmt. (APA, 11.3. 2015)

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