ÖH-Wahl: Mit Hashtag auf Stimmenfang

11. März 2015, 15:14
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Die ÖH setzt bei der Wahl im Mai auf Social Media. Mehr Wahlbeteiligung erhofft sie sich durch die Einbindung von FH-Studenten und Studierenden aus Drittstaaten

Wien - Das Ziel von Julia Freidl, Generalsekretärin der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH), für die bevorstehende Wahl ist bescheiden: Zumindest ein kleines Plus soll es bei der Wahlbeteiligung geben. 2013 lag diese mit 28 Prozent etwas unter dem Wert von 2011 mit 28,5 Prozent. Um mehr Studenten zu mobilisieren, hat die ÖH einige Schritte gesetzt. "Das Motto ist: Nur wer nicht wählt, hat nichts zu sagen", sagt Freidl, die den Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) vertritt.

Hashtag-Kampagne

Die Meinungen der Studierenden will die ÖH diesmal bewusst einbeziehen. Unter dem Hashtag "#oeh15" sollen Studierende ihre eigenen Slogans via Facebook und Twitter posten und so die Kampagne aktiv mitgestalten. Die besten Einreichungen werden nach Ostern auf Plakate gedruckt. Prominente Unterstützung haben unter anderem die Hip-Hop Band "Texta", die Poetry-Slammerin "Yasmo" und die Band "Russkaja" zugesagt.

Fachhochschüler wahlberechtigt

Nach zehn Jahren wird die Bundesvertretung erstmals wieder per Direktwahl bestimmt. Wählen dürfen zum ersten Mal auch Studenten der Fachhochschulen (FH), Studierende an Privatunis und Pädagogischen Hochschulen (PH) dürfen nach langer Pause wieder mitwählen. FHs und PHs entsendeten zuletzt zwar auch Mandatare in die Bundesvertretung der ÖH, allerdings auf Basis von eigenen Urnengängen abseits der ÖH-Wahlen, Donau-Uni und Privatunis sind in der BV derzeit gar nicht vertreten.

Passiv wahlberechtigt sind Studierende aus Drittstaaten. "Wir hoffen, dass die ÖH hier ein politischer Vorreiter sein kann", sagt ÖH-Chef Bernhard Lahner von der Fraktion Engagierter Studierender (Fest). Außerdem ist erstmals eine Briefwahl möglich, um so auch Studierenden im Ausland Gelegenheit zur Stimmabgabe zu bieten. Gewählt wird zwischen 19. und 21. Mai., Wahlkarten von Briefwählern müssen bereits am 20. Mai bei der Wahlkommission eingelangt sein.

Rückblick

Die aktuelle Bundesvertretung zeigt sich trotz Turbulenzen wie der Auflösung des eigenständigen Wissenschaftsministeriums mit ihrer Arbeit zufrieden. "Mit der Novellierung von Universitäts- und Hochschulgesetz konnte ein starker politischer Akzent gesetzt werden", sagt ÖH-Vorsitzende Viktoria Spielmann von den Grünen und Alternativen StudentInnen (Gras). In dieser Regelung wird unter anderem eine 50-prozentige Frauenquote in universitären Gremien geregelt. Baustellen gebe es aber noch genug, etwa die "fehlende soziale Achse für Studierende" und "das gesetzliche Wirrwarr an Fachhochschulen". Der Dauerbrenner sei aber nach wie vor die Universitätsfinanzierung. (Sophie-Kristin Hausberger, derStandard.at, 11.3.2015)

  • Die ÖH will die Wahlbeteiligung beim Votum zwischen dem 19. und 21. Mai steigern.
    foto: apa/hochmuth

    Die ÖH will die Wahlbeteiligung beim Votum zwischen dem 19. und 21. Mai steigern.

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