Italien vor Fusion im Mobilfunkbereich: 3 Italia soll Wind schlucken

11. März 2015, 12:07
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Verhandlungen zwischen Mutterkonzernen Vimpelcom und H3G

Angesichts stark schrumpfender Umsätze im Mobilfunkgeschäft bahnt sich in Italien eine Fusion auf dem Telekommarkt an. Der Mobilfunkbetreiber Wind im Besitz der russischen Vimpelcom, und 3 Italia, Tochter der chinesischen H3G (Hutchison), wollen fusionieren.

Dadurch würde ein Telekomriese mit einem Marktanteil von 30 Prozent entstehen, der direkt mit den Spitzenreitern Telecom Italia und Vodafone konkurrieren würde.

Fusion

Laut italienischen Medienberichten sollte aus der Fusion eine neue Gesellschaft entstehen, an dem H3G im Besitz des Magnaten aus Hongkong Li Ka-shing einen 51-prozentigen Anteil übernehmen würde. Der Rest soll Vimpelcom kontrollieren, der Wind 2010 um 6,8 Mrd. Euro übernommen hatte.

Die Fusion der beiden Mobilfunkbetreiber war in den vergangenen Jahren an der Verschuldung von Wind gescheitert. Wind konnte zuletzt die Schulden teilweise abbauen, diese betragen jedoch immer noch 10 Mrd. Euro. Um die Verschuldung abzubauen, hat Wind kürzlich 7.000 Sendemaste an Spaniens Konzern Abertis verkauft.

Im italienischen Telekommunikationswesen ist kaum jemandem die schwere Krise erspart geblieben. Die vergangenen Jahren waren von Umsatzrückgängen geprägt. Der Marktanteil des Ex-Monopolisten Telecom Italia im Bereich Breitbanddienste sank unter die Schwelle von 50 Prozent.

Telecom Italias Marktanteil im Mobilfunkbereich fiel von 33,1 Prozent auf 32,2 Prozent. Vodafones Marktanteil sank von 30,2 auf 29,4 Prozent. Davon profitierten kleinere Konkurrenten wie Wind, der den Anteil von 22,3 auf 23 Prozent aufstocken konnte, sowie 3 Italia, dem ein Wachstum von 9,8 auf 10 Prozent gelang. (APA, 11.3. 2015)

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