Kind tötet in IS-Propagandavideo arabischen Israeli

10. März 2015, 21:05
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Jihadistenmiliz bezeichnet Opfer als Spion des Mossad

Jerusalem - Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat ein Video veröffentlicht, in dem nach ihren Angaben die Ermordung eines arabischen Israelis zu sehen ist. Dem jungen Mann wird in dem am Dienstag ausgestrahlten zehnminütigen Video vorgeworfen, er habe die IS in Syrien infiltriert, um für den israelischen Geheimdienst Mossad zu spionieren.

Der Gefangene in der Aufzeichnung trägt einen orangefarbenen Anzug und gibt an, er sei 19 Jahre alt. Zudem zeigt er einen israelischen Pass. Er nennt seinen Namen und berichtet, wie er vom Mossad rekrutiert wurde.

Die Geisel kniet vor einem Buben, der nicht älter als zwölf Jahre alt aussieht, und einem Mann. Dieser stößt auf Französisch Drohungen gegen Juden in Frankreich aus. Dann stellt sich der Bub vor den Gefangenen und erschießt ihn mit einer Kugel in den Kopf.

Vater: Ging nach Syrien, um mit Jihadisten zu kämpfen

Im Februar hatte der Vater der mutmaßlichen Geisel, Said Musallam, der Nachrichtenagentur AFP gesagt, der Vorwurf der Spionage für den Mossad sei falsch. Sein Sohn sei unschuldig, die IS habe ihn beschuldigt, weil er habe weglaufen wollen. Er sei nach Syrien gegangen, um dort mit den Jihadisten zu kämpfen, sei aber "überhaupt nicht religiös".

Ein Sprecher des israelischen Geheimdiensts Shin Beth sagte der AFP, Mohammed Musallam habe sein Zuhause "auf eigene Initiative" im Oktober 2014 verlassen - eine Formulierung, die deutlich machen soll, dass er nicht vom Mossad nach Syrien geschickt wurde. (APA, 10.3.2015)

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