"Gefahr für Kinder": Türkei strebt "Minecraft"-Verbot an

11. März 2015, 10:51
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Das Familienministerium äußert massive Bedenken gegenüber virtuellem Baukasten

Nach einer Untersuchung des türkischen Ministeriums für Familien- und Sozialpolitik steht nun die Forderung im Raum, "Minecraft" zu verbieten, da es Kinder dazu ermutige, Gewalt einzusetzen. Der Bericht wurde bereits an die Rechtabteilung des Ministeriums übermittelt, um die nötigen Rechtsschritte zum Verbot des Spiels einzuleiten, wie Hürriyet Daily News berichtet.

Gewalt, Beschimpfungen und Mobbing

"Obwohl das Spiel als Ermutigung zur Kreativität von Kindern durch das Bauen von Häusern, Ackerland und Brücken gesehen werden kann, müssen Mobs [feindliche Kreaturen] getötet werden, um diese Bauten zu beschützen. Kurz gesagt: Das Spiel basiert auf Gewalt", heißt es im Bericht. Außerdem sei man aufgrund der Spielerfahrung eines neunjährigen Kindes zu dem Schluss gekommen, dass manche junge Spieler die Spielwelt und die Realität verwechseln und somit denken könnten, dass Tiere keinen Schmerz fühlen, wenn man sie misshandelt. Das Spiel könne außerdem zu sozialer Isolierung führen und berge Risiken im Mehrspielermodus wie Beschimpfungen und Mobbing. Die Untersuchung war ursprünglich gestartet worden, um zu ermitteln, ob "Minecraft" Gewalt gegen Frauen ermutigt. Die türkischen Behörden blockierten laut Engelli Web bisher über 67.000 Webseiten. (ul, derStandard.at, 11.3.2015)

  • "Minecraft" ist längst ein globales Phänomen und wurde im Jahr 2014 von Microsoft zum Preis von 2,5 Milliarden US-Dollar übernommen.
    foto: mojang

    "Minecraft" ist längst ein globales Phänomen und wurde im Jahr 2014 von Microsoft zum Preis von 2,5 Milliarden US-Dollar übernommen.

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