Kritik an ehrenamtlicher Senioren-Arbeit für ÖBB

10. März 2015, 15:48
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Gewerkschaft protestiert

Wien - Die Bahngewerkschaft kritisiert die sogenannten Senior-Mobil-Berater der ÖBB. Das sind ältere Menschen, die ihrerseits Senioren beim Online-Ticketkauf oder beim Fahrkartenautomaten unterstützen - ehrenamtlich. Vor eineinhalb Jahren hat die Staatsbahn dafür einen Verein gegründet, mittlerweile sind 90 Senioren in den Bundesländern außerhalb Wiens im Einsatz. Die Gewerkschaft fordert mehr Personal.

"Wir wollen nicht, dass Pensionistenvereine die Arbeit der ÖBB erledigen", so ÖBB-Betriebsratschef Roman Hebenstreit am Dienstag. Der Arbeitnehmervertreter urgiert stattdessen mehr Zugbegleiter in den Zügen und mehr Servicepersonal in den Bahnhöfen. "Das wären in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit dringend benötigte Arbeitsplätze für unsere Jugend. Ich bin mir sicher, dass die Großeltern arbeitsloser Enkelkinder wohl gerne ihren freiwilligen Dienst gegen bezahlte Arbeit für ihre Enkel tauschen würden." Laut Hebenstreit gibt es in 65 Prozent aller ÖBB-Züge keine Zugbegleiter mehr. (APA, 10.3.2015)

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