Wie gut leben Sie von Ihrem Job?

User-Diskussion11. März 2015, 05:30
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Trotz guter Ausbildung haben viele Menschen Schwierigkeiten damit, ihr Auskommen zu finden. Wie schwer ist es, ein gutes Leben zu führen?

Immer mehr junge Menschen stecken im sogenannten "Prekariat" fest und leben in einem Zustand ständiger finanzieller Instabilität. Meist in einem Alter, in dem die Elterngeneration bereits Haus, Kind und Hund zu stemmen hatte, sehen sich viele außerstande, es ihnen gleichzutun. Gleichzeitig erleben auch nicht wenige Mitglieder älterer Generationen einen spürbaren Rückgang an Wohlstand. Insgesamt 300.000 Menschen zählen in Österreich zu den "Working Poor", sind also trotz Arbeit armutsgefährdet.

Lösungsansätze sind unterschiedlich, manchmal auch gegensätzlich: Vermögen höher - Vermögen niedriger besteuern. Jobeinstieg und -aufstieg für Junge erleichtern - Arbeit im Alter fördern. Währenddessen gehen die Haushaltseinkommen der breiten Masse weiter zurück und das das "Ideal" vergangener Zeiten rückt in weitere Ferne.

Sind Sie die Mittelschicht?

Sind Einkommen gerecht verteilt und besteuert? Können Sie sich wirklich weniger leisten als Ihre Eltern oder sind Ihre Prioritäten nur anders gesetzt und Sie mit dem bisher Erreichten zufrieden? Sehen Sie sich als Teil der Mittelschicht? Wer ist denn überhaupt diese "Mittelschicht"? (jaz, derStandard.at, 10.03.2015)

"Working Poor" ist, wer trotz Arbeit weniger als 1090 Euro pro Monat (Netto, 12x im Jahr) verdient. Über die Hälfte der Betroffenen (58%) arbeitet das ganze Jahr über in Vollzeit-Anstellung. Weitere Infos (.pdf der AK, öffnet im Browser)

"Mittelschicht" ist, wer nicht arm ist. Genauer gesagt, verdient der Mittelschichtshaushalt laut Wirtschaftsforschungsinstitut zwischen 1090 und 2347 Euro (Netto, 12x im Jahr). Alle österreichischen Parteien - außer den Grünen - nutzen jedoch davon abweichende Definitionen: Leseempfehlung (Hans Rauscher)

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