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Mit Stoßwellen gegen die Schmerzen

10. März 2015, 11:43

"Disease Tissue" – Forschungsschwerpunkt des Instituts für Biochemical Engineering

Das Institut für Biochemical Engineering an der FH Technikum Wien befasst sich seit 2009 mit "Tissue Engineering". In diesem Forschungsbereich geht es darum, Gewebe aus körpereigenen Zellen zu züchten. Mittels Bioreaktoren, die durch mechanische Stimulierung die natürliche physiologische Umgebung simulieren können, kann "Ersatzmaterial" für funktionsgestörte Zellen und ihr Gewebe hergestellt werden. Der Fokus des Forschungsbereichs "Tissue Engineering" an der FH Technikum Wien liegt auf der Regeneration von Knorpeln und Sehnen. Darüber hinaus wird an der biologischen Wirkungsweise der Stoßwelle zur Heilung chronischer Wunden gearbeitet. Die Stoßwelle ist als Nierensteinzertrümmerer seit Jahrzehnten erfolgreich und nebenwirkungsfrei im Einsatz. Die Wirkung auf nicht heilende Knochenbrüche und Wunden wurde erst in den letzten Jahren in der Klinik entdeckt und zunehmend genutzt, die Wirkungsweise bei diesen Anwendungen ist allerdings weitgehend unbekannt.

Ganz aktuell wurde an der FH Technikum Wien das Aufbauprojekt "Disease Tissue" gestartet. Im Rahmen von COIN – Cooperation & Innovation –, einer gemeinsamen Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) und des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW), wird es nun möglich sein, den Forschungsschwerpunkt des Instituts für Biochemical Engineering auszuweiten. Mag. Dr. Dominik Rünzler, Leiter des Instituts für Biochemical Engineering: "Das Aufbauprojekt ist die perfekte Gelegenheit, zusätzlich zur weiteren Erforschung der Wirkungsweise der Stoßwelle auch neue Anwendungsfelder für die Klinik zu erschließen."

Mehr Einblick dank "Disease Tissue"

"Disease Tissue" wird es dem Forschungsteam ermöglichen, mehr Einblick – vor allem in die frühe Phase – der Osteoarthritis zu bekommen. In-vitro-Krankheitsmodelle (Disease Models), die auf 3-D-Knorpelkonstrukten unter mechanischer Stimulation aufbauen, sollen erforscht werden. Die damit erzielbaren physiologischen Belastungen bzw. Überbelastungen unter Zugabe von Entzündungsmediatoren werden den frühen Verlauf einer Osteoarthritis in der Zellkultur beobachtbar machen. Der positive Einfluss der extrakorporalen Stoßwellentherapie soll vor allem im Vergleich zu den derzeit eingesetzten medikamentösen Therapien, die meist nur eine vorübergehende Schmerzlinderung bewirken, untersucht werden. Bisher kannte man die Stoßwellentherapie bei dieser degenerativen Gelenkserkrankung eher aus der Veterinärmedizin. Das Forschungsteam ist aber davon überzeugt, dass man mit dem Einsatz von Stoßwellen gegen Osteoarthritis ebenso gute Erfolge erzielen kann wie beispielsweise bisher bei chronischen, schwer heilenden Wunden.


Weitere Infos dazu auf: www.technikum-wien.at - Geförderte Projekte

  • Stoßwellengerät für den Einsatz in der extrakorporalen Stoßwellentherapie
    klaus ranger

    Stoßwellengerät für den Einsatz in der extrakorporalen Stoßwellentherapie

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    klaus ranger
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