Promotion - entgeltliche Einschaltung

Am Puls der Zeit mit smarten Technologien

10. März 2015, 11:42

Im Herbst 2015 startet die FH Technikum Wien mit einem neuen Vollzeit-Bachelor-Studiengang: Smart Homes und Assistive Technologien*.

In diesen Tagen verwenden wir den Begriff "smart" in unglaublich vielen Zusammenhängen. Und nun gibt es europaweit erstmals auch einen Bachelor-Studiengang an einer FH, der sich mit smarten Technologien befasst. Ein Gespräch mit dem interimistischen Studienlehrgangsleiter von Smart Homes und Assistive Technologien, FH-Prof. DI Peter Balog, und FH-Prof. Mag. DI Friedrich Praus, die gemeinsam mit ihrem Team dieses neue FH-Studium konzipiert und entwickelt haben.

Herr Balog, warum bietet die FH Technikum Wien den neuen Bachelor-Studiengang Smart Homes und Assistive Technologien an?

Balog: Wir haben im Zuge unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten von assistiver Technologie und der intelligenten Gebäudeautomatisierung festgestellt, dass es hier eine Lücke im Bildungssystem gibt, und zwar in vielen Bereichen. Der neue Bachelor-Studiengang Smart Homes und Assistive Technologien* wird den Studierenden ab Herbst erstmalig in Europa eine umfassende Ausbildung für die Entwicklung und Integration von bedarfsgerechten, interoperablen Elektronikprodukten und IT-Lösungen ermöglichen.

Was kann man konkret mit diesem Bachelor-Abschluss anfangen?

Praus: Assistive Technologien, die auf zuverlässigen, eingebetteten Computersystemen basieren, können Menschen mit besonderen Bedürfnissen und natürlich auch die ältere Generation unterstützen. Das wird nicht nur hinsichtlich der steigenden Kosten im gesamten Pflegebereich zunehmend interessanter werden, sondern es verhilft den Menschen vor allem zu mehr Autonomie im Alltag. Ältere Menschen, die alleine in ihrem Zuhause wohnen, "vergessen" oft, genügend zu trinken. Assistive Technologien können die Dehydrierung ganz unauffällig, beispielsweise dank eines eingebauten Sensors in einer Türschnalle, erkennen und diese Information an einen Pflegedienst weiterleiten.

Balog: Die Absolventinnen und Absolventen dieses Bachelor-Studiengangs werden die jeweils individuellen Anforderungen analysieren, die passenden (Hardware-)Komponenten auswählen oder diese spezifizieren. Sie werden auch Elektroniksysteme entwerfen, geeignete Sensoren und Aktuatoren anpassen sowie die notwendige Software implementieren. Zudem geht es darum, Konfigurationen vorzubereiten, um die Produkte flexibel – als integrativen Teil eines Gesamtsystems – einsetzen zu können. Dazu kommen natürlich Dokumentation, Betrieb und Wartung.

Das, was man im Bachelor-Studiengang Smart Homes und Assistive Technologien an Qualifikationen erwerben kann, geht damit also weit über die Technik hinaus?

Balog: Das Spannende ist, dass Interessierte nicht nur eine große Affinität zu Technik haben sollten, sondern es auch soziale und emotionale Kompetenz braucht, um die entwickelte Technologie dann am Menschen auch anwenden zu können. Denn bei diesem Studium hat man es mit konkreten Fällen und Bedürfnissen von Patienten zu tun.

Wer sich für eine so umfassende Ausbildung entscheidet, erwartet sich anschließend natürlich auch einen entsprechenden Arbeitsplatz. Wie sieht es da aus?

Balog: Praktische Erfahrungen damit haben wir noch nicht, weil das Studium ja brandneu ist. Bei der Konzeption des Studienlehrganges wurde aber selbstverständlich auch diese Frage diskutiert. Konkret ist es so, dass kein Bildungsprojekt an einer FH genehmigt werden würde, wenn es dafür nicht auch den entsprechenden Bedarf am Arbeitsmarkt gäbe.

Wir haben im Vorfeld mögliche Jobprofile identifiziert, sind mit unserer Idee auf potenzielle Arbeitgeber zugegangen und haben uns auch gefragt, was man in Europa in diesem Bereich brauchen könnte. Unterstützt wurden wir dabei von der Plattform AAL Austria, das ist ein Verein, der auf die Vernetzung mit Stakeholdern abzielt und Firmen mit Bildungseinrichtungen quasi zusammenbringt.

Wie viele Studienplätze gibt es, und besteht noch die Chance auf einen der sicherlich heiß begehrten Plätze?

Balog: Wir hatten in den vergangenen Jahren etwa 40 Bachelor- und rund 20 Masterarbeiten, die sich im Themenkreis Smart Homes und Assistive Technologien bewegt haben. Deshalb gehen wir davon aus, dass sich auch entsprechend viele Bewerberinnen und Bewerber für einen Studienplatz melden und sorgen uns eigentlich gar nicht, dass wir die 30 genehmigten Plätze nicht voll bekommen. Im Moment warten wir noch auf die Akkreditierung des Studienlehrganges durch die AQ Austria – das wird voraussichtlich im April/Mai sein. Interessierte können sich aber schon jetzt auf der Homepage der FH Technikum Wien informieren und anmelden.


www.technikum-wien.at/bsa

* vorbehaltlich der Akkreditierung durch die AQ Austria

  • FH-Prof. Mag. DI Friedrich Praus und FH-Prof. DI Peter Balog (v.li.)
    foto: klaus ranger

    FH-Prof. Mag. DI Friedrich Praus und FH-Prof. DI Peter Balog (v.li.)

Share if you care.