General Motors kauft eigene Aktien

9. März 2015, 15:19
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Auch die Dividende des Autobauers soll angehoben werden. Die Zahlungen summieren sich bis Ende 2016 auf rund zehn Milliarden Dollar

Detroit (Michigan) - Die Opel-Mutter General Motors beugt sich dem Druck von Großinvestoren und erfreut die Aktionäre mit mehreren Milliarden Dollar aus der Bargeld-Kasse. Allein fünf Mrd. Dollar (4,56 Mrd. Euro) würden für den Rückkauf eigener Aktien ausgegeben, teilte der größte US-Autobauer am Montag mit.

Ein solcher Schritt führt oft zu einem steigenden Aktienkurs. Zusätzlich soll die Dividende um 20 Prozent auf 36 Cent pro Aktie angehoben werden. Insgesamt summieren sich die Zugeständnisse bis Ende 2016 auf rund zehn Mrd. Dollar. Im Gegenzug zog der auf höhere Ausschüttungen drängende Investor Harry Wilson seinen Plan zurück, sich in den Verwaltungsrat wählen zu lassen. Die Aktien stiegen vorbörslich knapp drei Prozent.

GM hatte sich erst im Februar Experten der Großbanken Morgan Stanley und Goldman Sachs ins Haus geholt, um die Forderungen der Investoren abzuwehren. Diese hatten ein 8 Mrd. Dollar schweres Aktienrückkaufprogramm durchsetzen wollen. Nun gaben sie sich mit fünf Milliarden zufrieden. GM erklärte, mit dem Rückkauf solle sofort begonnen werden.

Der Konzern sitzt auf Barmitteln im Volumen von 25 Mrd. Dollar. GM kündigte an, die Summe werde bis auf Weiteres nicht auf unter 20 Mrd. abgeschmolzen werden. Das sei nötig, um gegen wirtschaftliche Krisenzeiten gewappnet zu sein. 2009 hatte das Traditionsunternehmen Insolvenz anmelden müssen. Die US-Regierung hatte es schließlich mit Steuermitteln vor dem Zusammenbruch gerettet. Inzwischen schreibt GM aber wieder Gewinne. (APA, 9.3.2015)

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