Statistik: Je mehr Radler, umso geringeres Risiko

10. März 2015, 16:38
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Untersuchungsergebnisse belegen den Effekt der "Sicherheit der Masse"

Je sichtbarer Radfahrer im Straßenverkehr sind, desto weniger Unfälle passieren. Dies zeigt eine Auswertung der OECD, die die Unfallzahlen in Kopenhagen mit dem Radfahrer-Aufkommen verglichen hat. Zwischen 1996 und 2010 hat der Radverkehr um 70 Prozent zugenommen - im selben Zeitraum sank (!) die Zahl der Unfälle um 20 Prozent.

Weniger Unfälle

Die deutsche Wochenzeitung "Die Zeit" hat weitere Statistiken analysiert und konnte diesen Zusammenhang auch in anderen Ländern bestätigen. So kommen etwa in den Niederlande auf eine Million gefahrene Rad-Kilometer nur halb so viele Unfälle als etwa in Finnland, wo deutlich weniger Menschen auf dem Rad unterwegs sind. Besonders auffällig auch der Vergleich Großbritannien - USA, heißt es in dem Bericht.

Sicherheit der Masse

Auch wenn man, so die OECD, nicht von einem direkten Ursache-Wirkung-Zusammenhang ausgehen kann - schließlich verfügen die Niederlande auch über eine ausgezeichnete Rad-Infrasturktur - , so bestätigen die Zahlen doch einen gewissen Effekt der "Sicherheit der Masse". Dass man sich, wenn rundherum viel auf dem Rad gefahren wird, auch selbst wohler fühlt, kennt wohl jeder Radfahrer aus eigener Erfahrung (Winter/Sommer).

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass man hierzulande für Radfahrer noch viel tun müsse. "Es braucht mehr Fahrradstraßen in den Städten, mehr Hauptradrouten von den Außenbezirken und Umlandgemeinden in die Stadtzentren und es braucht entlang von Freilandstraßen eine gute Radfahrinfrastruktur", so der VCÖ. (fbay, derStandard.at, 10.3.2015)

  • In der Masse fühlt man sich oft wohler - das gilt auch für Radfahrer.
    foto: hans punz/dapd/ap

    In der Masse fühlt man sich oft wohler - das gilt auch für Radfahrer.

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