Kraft rückt Weltcup-Leader Prevc auf die Pelle

8. März 2015, 16:00
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Salzburger fliegt in Lahti zum Sieg und hat nur mehr sieben Punkte Rückstand - Schlierenzauer Siebenter

Lahti - Skispringer Stefan Kraft hat am Sonntag in Lahti seinen dritten Weltcupsieg gefeiert. Der Salzburger rückte dem auf Rang vier gelandeten Gesamtführenden Peter Prevc bis auf sieben Punkte nahe. Es stehen noch sechs Bewerbe aus, der nächste findet bereits am Dienstag in Kuopio statt. Kraft gewann am WM-Schauplatz von 2017 klar vor Weltmeister Severin Freund (GER) und Anders Fannemel (NOR).

Vizeweltmeister Gregor Schlierenzauer belegte als zweitbester Österreicher Rang sieben. Michael Hayböck wurde Neunter. Die restlichen Österreicher schafften es nicht unter die besten 20.

Während Prevc bei Nebel und relativ ruhigen Windbedingungen zwei konstante Sprünge (123,5 m/124,5 m) zeigte, flog Kraft nach 127 Metern im ersten Durchgang mit einem überragenden Versuch auf 133,5 Meter im Finale noch zu seinem ersten Erfolg seit Mitte Jänner in Wisla. Der 21-jährige WM-Dritte von der Normalschanze überholte mit der überlegenen Tageshöchstweite den vor ihm zur Halbzeit vorangelegenen Fannemel (127,5/122), der auch noch Freund (126,0/126,5) vorbeilassen musste. Der im Tagesklassement mehr als elf Zähler hinter Kraft liegende Deutsche mischt im Gesamtweltcup mit nur noch 72 Punkten Rückstand auf Prevc ebenfalls noch kräftig mit.

Tourneesieger Kraft hatte das Führungstrikot vor der WM durch das Auslassen der Skiflugbewerbe in Vikersund an den Slowenen Prevc verloren, der dann aber bei der WM leer ausging. In der kommenden Woche könnte im Kampf um die Kristallkugel eine Vorentscheidung fallen, stehen doch in Kuopio, Trondheim und Oslo (2) bis Sonntag vier Bewerbe auf dem Programm. Danach finden auf der Heimschanze von Ex-Weltrekordler Prevc in Planica (20. und 22. März) noch zwei Skifliegen statt. (APA, 8.3.2015)

Link: Ergebnis Skispringen Lahti

  • Stefan Kraft hat Aufwind im Kampf um den Gesamtweltcup.
    foto: apa/ojala

    Stefan Kraft hat Aufwind im Kampf um den Gesamtweltcup.

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