Aston Villa-Fans stürmen eigenen Platz

7. März 2015, 21:46
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Randale bei FA-Cup-Viertelfinale: "Wir haben solche Sachen in den 1980er-Jahren gesehen, und wir wollen sie niemals wieder sehen"

London - Aston Villa hat am Samstag den Einzug ins Semifinale des englischen Fußball-FA-Cups geschafft. Der Club aus Birmingham siegte vor eigenem Publikum gegen West Bromwich Albion mit 2:0. Andreas Weimann saß bei den Siegern auf der Ersatzbank. Der drittklassige Chelsea-Bezwinger Bradford erreichte daheim gegen Zweitligist Reading ein 0:0, damit kommt es zu einem Wiederholungsspiel in Reading.

Überschattet wurde das Cupspiel zwischen Aston Villa und West Brom von Unterbrechungen. West-Brom-Fans rissen bei der 0:2-Niederlage ihres Teams während der Partie Sitze aus der Verankerung und warfen sie aufs Spielfeld, einige Villa-Anhänger stürmten im Finish das Spielfeld und lösten eine Unterbrechung aus.#

Platzsturm

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff kam es zu einem regelrechten Platzsturm. Zahlreiche Fans umringten die Spieler, Villa-Kapitän Fabian Delph wurde nach eigenen Angaben im Zuge der chaotischen Situation gebissen und sprach danach von "sehr, sehr beängstigenden Szenen".

Durch diese Vorfälle wurden auf der Insel Erinnerungen an scheinbar längst vergangene Zeiten wach, als der englische Spitzenfußball von Hooligan-Gewalttätigkeiten überschattet wurde. "Wir haben solche Sachen in den 1970er- und 1980er-Jahren gesehen, und wir wollen sie niemals wieder sehen", sagte West-Bromwich-Coach Tony Pulis.

Zeuge der Ausschreitungen war auch ÖFB-Teamspieler Andreas Weimann, der die Partie von der Ersatzbank aus verfolgte. Seinem Club Aston Villa droht nun wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen eine drakonische Strafe durch den englischen Verband (FA). (APA, 8.3.2015)

  • Platzsturm nach dem Spiel im Villa Park.
    foto: reuters livepic

    Platzsturm nach dem Spiel im Villa Park.

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