RB Salzburg wirft die Nerven weg

7. März 2015, 20:22
315 Postings

Tabellenführer unterliegt nicht unverdient in der Bullen-Arena 0:1 gegen Aufsteiger Altach - Soriano scheitert vom Elfmeterpunkt

Salzburg - Die unbeirrte Solofahrt von Red Bull Salzburg zum österreichischen Fußball-Meistertitel ist vorerst gestoppt. Die Salzburger mussten sich Aufsteiger Altach am Samstag im Schlager der 24. Runde zu Hause nicht unverdient mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. Das Goldtor erzielte Ismael Tajouri (50.). Salzburg-Kapitän Jonatan Soriano schoss in der Schlussphase einen Elfmeter über das Tor (83.).

Altach schloss nach Punkten zum Tabellenzweiten Rapid auf, der erst am Sonntag im Wiener Derby auf die Austria trifft. Neun Zähler fehlen dem Verfolgerduo auf Spitzenreiter Salzburg, der im fünften Ligaspiel im Frühjahr die erste Niederlage kassierte. Zwölf Runden sind noch zu spielen.

Altach mit vielen neuen Kräften

Salzburg-Coach Adi Hütter musste auf den gesperrten Marcel Sabitzer verzichten. Am Flügel erhielt Massimo Bruno den Vorzug gegenüber Valentino Lazaro. Bei den Altachern fehlten gleich drei gesperrte Spieler. Im Vergleich zum 0:1 am Mittwoch bei Rapid gab es in der Startformation sechs Änderungen. Trainer Damir Canadi setzte auf ein 5-4-1-System mit Kapitän Philipp Netzer im Zentrum einer defensiven Fünferkette.

Die Altacher wurden für eine taktisch disziplinierte Leistung belohnt, nachdem sie eine erste Salzburger Drangphase überstanden hatten. Bruno war bereits nach 90 Sekunden erstmals gefährlich vor dem Tor von Andreas Lukse aufgetaucht.

Weniger als 7.000 Zuschauer

Die Bullen waren vor einer Saison-Negativkulisse von 6.898 Zuschauern nur in der Anfangsphase drückend, ansonsten fehlten ihnen gegen das Vorarlberger Bollwerk auch die Ideen. Marco Djuricin scheiterte nach Querpass von Andreas Ulmer aus kurzer Distanz an Lukse (20.). Auch nach einem Solo von Salzburg-Kapitän Soriano war der Altach-Keeper zur Stelle (39.). Ein Schuss von Naby Keita ging neben das Tor (42.).

Auf der Gegenseite wurde Altach vorerst nur durch einen Kopfball von Felix Roth nach einem Corner gefährlich (32.). Nach Seitenwechsel schlug Tajouri aber im Konter zu. Der 20-Jährige erzielte nach Vorarbeit von Emanuel Schreiner sein viertes Saisontor. Keine zehn Minuten später ließ er aus ähnlicher Position sogar die Großchance auf das 2:0 aus (60.). Auch Ivan Kovacec brachte den Ball nicht im Salzburg-Tor unter (64.).

Soriano versiebt

Salzburg versuchte es mit der Brechstange durch die Mitte. Ulmer verfehlte mit seiner Flanke den einschussbereiten Soriano (73.). Dieser scheiterte zehn Minuten später vom Elfmeterpunkt. Roth hatte Salzburg-Verteidiger Martin Hinteregger bei einem Kopfballduell im Strafraum gestoßen. Soriano schoss aber wie schon im August 2012 bei einer 0:2-Heimniederlage gegen Rapid vom Punkt über das Tor.

Die Salzburger kassierten bereits die zweite Saisonniederlage gegen Altach. Von ihren vergangenen vier Ligaheimspielen haben sie nur eines gewonnen. Dazu blieben die Bullen in der Liga zu Hause wieder einmal ohne Treffer. Das war in den vergangenen beiden Kalenderjahren in 36 Heimspielen nur einmal der Fall gewesen. Altach beendete eine Serie von vier Auswärtsniederlagen mit einer Sensation. Die Vorarlberger haben in dieser Saison bereits elfmal zu Null gespielt. (APA, 7.3.2015)

Red Bull Salzburg - SCR Altach 0:1 (0:0)
Wals-Siezenheim, Red Bull Arena, 6.898 Zuschauer, SR Muckenhammer.

Tor: 0:1 (50.) Tajouri

Salzburg: Gulacsi - Schwegler, Caleta-Car, Hinteregger, Ulmer - Minamino (61. Lazaro), Ilsanker (87. Ramalho), Keita, Bruno - Djuricin (61. Berisha), Soriano

Altach: Lukse - Lienhart (84. Gercaliu), Jäger, Netzer, Zwischenbrugger, Schreiner - Tajouri (76. D. Luxbacher), Prokopic, Roth, Kovacec - Bodul (66. Ngwat-Mahop)

Gelbe Karten: Ilsanker, Caleta-Car bzw. Jäger, Netzer

Anmerkung: Soriano vergab einen Elfmeter (83.).

  • Unerwartete Nachdenkpause für die Salzburger.
    foto: apa/ krug

    Unerwartete Nachdenkpause für die Salzburger.

  • Altacher Jubel um Ismael Tajouri.
    foto: apa/krug

    Altacher Jubel um Ismael Tajouri.

Share if you care.