USA besorgt über Rolle des Iran im Kampf gegen Miliz

7. März 2015, 09:55
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Dempsey: Unklar, ob gleiche strategische Ziele wie US-geführte Militärkoalition

Washington/Teheran - Die USA betrachten die Rolle des Iran beim Kampf gegen die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) mit Skepsis. Es sei unklar, ob Teheran die gleichen strategischen Ziele verfolge wie die US-geführte Militärkoalition, sagte US-Generalstabschef Martin Dempsey auf dem Weg zu einem Besuch in Bahrain und im Irak an Bord eines Militärflugzeugs.

Falls dies nicht der Fall sei, "werden wir ein Problem haben". Die schiitischen Milizen, die an der Offensive zur Rückeroberung der irakischen IS-Hochburg Tikrit beteiligt sind, werden vom Iran unterstützt und ausgerüstet. Ihr Einsatz weckte Befürchtungen, die mehrheitlich sunnitische Stadt könnte zum Schauplatz von Racheaktionen werden. Auch die an der Anti-IS-Koalition beteiligten sunnitisch regierten Golfmonarchien betrachten den wachsenden Einfluss Teherans im Kampf gegen die Jihadisten mit Argwohn.

Dempsey betonte, es sei entscheidend, wie sich die irakische Regierung nach der Rückeroberung Tikrits verhalten werde. Den Sunniten müsse eine Rückkehr in ihre Häuser ermöglicht werden. Bagdad müsse dafür sorgen, dass es nicht zu Misshandlungen oder einer Vertreibung der sunnitischen Einwohner komme. (APA, 7.3.2015)

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