Salzburg stottert, Linz lacht, Wien weint

6. März 2015, 21:52
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Black Wings zum Playoff-Auftakt 7:3 gegen Südtirol - Caps unterliegen in Ungarn - KAC in Znaim siegreich - Bullen biegen VSV erst am letzten Drücker

Wien - Linz hat sich zum Play-off-Auftakt der Erste Bank Eishockey Liga mit einem 7:3-Heimsieg gegen Titelverteidiger Bozen am überzeugendsten präsentiert. Topfavorit Salzburg bezwang den VSV am Freitag zu Hause mit viel Mühe 2:1. Der KAC gewann in Znojmo 5:4, die Vienna Capitals hatten dagegen in Fehervar mit 3:4 das Nachsehen. In den zweiten Viertelfinalepartien am Sonntag wechselt das Heimrecht.

VSV lange auf Überraschungskurs

Der zuletzt mit zwölf Niederlagen in Folge miserabel aufgetretene VSV hielt in Salzburg überraschend stark dagegen. Santorelli (11.) sorgte mit einem Kontertor für die lang anhaltende Führung der Gäste, denn trotz etlicher Großchancen auf beiden Seiten gab es in einer intensiv geführten Partie bis zur vorletzten Minute keinen weiteren Treffer. In der dramatischen Schlussphase bezwang Fahey zunächst den bis dahin überragenden VSV-Goalie Lamoureux zum Ausgleich, ehe Heinrich sieben Sekunden vor Schluss in Überzahl auch noch der Siegtreffer gelang.

Salzburg-Trainer Daniel Ratushny atmete nach dem knappen Sieg auf. "Wir haben zwei Drittel nicht mit der gewohnten Intensität gespielt und sind erst im letzten Drittel zu unserem Spiel gekommen. Natürlich ist es ein gewisser Vorteil, das Spiel zum Auftakt auf diese Art und Weise zu gewinnen."

Nach der Schlusssirene gab es noch einige Rangeleien, weil sich die Villacher über die ihrer Meinung nach zu Unrecht verhängte Strafe, die zum entscheidenden Powerplay-Treffer geführt hatte, aufregten.

Der KAC schoss sich in Tschechien zunächst eine komfortable 5:0-Führung heraus, überließ dann aber Znojmo das Kommando. Nach vier Gegentoren rettete der gerade noch ins Play-off gerutschte Rekordmeister den knappen Vorsprung mit viel Mühe über die Zeit.

Im Gegensatz zum KAC gaben die Black Wings ihren im Mitteldrittel gegen Titelverteidiger Bozen herausspielten Viertore-Polster nicht mehr aus der Hand. Sowohl Kozek für Linz als auch Keller für die Südtiroler trugen sich vor fast 5.000 Fans dreimal in die Schützenliste ein.

Spätstart der Capitals

Die Capitals fanden in Fehervar lange Zeit kein Mittel gegen die Defensive der Ungarn. Und die Gastgeber um den Doppeltorschützen Banham erwiesen sich zunächst auch noch als deutlich treffsicherer. Erst im letzten Drittel schrieben die bereits 0:4 zurückliegenden Wiener dreimal an. Das späte Aufbäumen kam aber zu spät. (APA, 6.3.2015)

EBEL vom Freitag, Viertelfinale, best of seven, 1. Spiele:

Black Wings Linz - HCB Südtirol 7:3 (1:0,4:1,2:2)
Linz, 4.900. Tore: Lebler (7.), Kozek (24., 43., 49./PP), Ulmer (25., 28.), Lukas (37.) bzw. Keller (24., 50., 56.). Strafminuten: 2 plus 10 Spannring bzw. 8 plus 10 Lee.

Stand in der Serie: 1:0 - Nächstes Spiel am Sonntag in Bozen.

Fehervar AV19 - Vienna Capitals 4:3 (2:0,2:0,0:3)
Szekesfehervar, 3.400. Tore: Banham (7., 37./PP2), Koger (10.), Wehrs (24.) bzw. Fraser (41.), Iberer (55./PP), Magowan (59.) Strafminuten: 6 bzw. 12 plus 10 Bois.

Stand in der Serie: 1:0 - Nächstes Spiel am Sonntag in Wien.

HC Znojmo - KAC 4:5 (0:1,1:4,3:0)
Znojmo, 3.250. Tore: Sedivy (36.), Nemcik (42.), Lattner (53.), Fiala (55.) bzw. Lundmark (9.), Setzinger (23./PP, 31.), M. Geier (28.), Hundertpfund (30.). Strafminuten: 14 bzw. 8.

Stand in der Serie: 0:1 - Nächstes Spiel am Sonntag in Klagenfurt.

Red Bull Salzburg - VSV 2:1 (0:1,0:0,2:0)
Salzburg, 2.800, Tore: Fahey (59.), Heinrich (60./PP) bzw. Santorelli (11.). Strafminuten: 16 bzw. 22 plus 10 Lammers, Spieldauerstrafe Haydar.

Stand in der Serie: 1:0 - Nächstes Spiel am Sonntag in Villach.

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