Wie ORF-Chefredakteure das Ablaufdatum für ihre Jobs sehen

6. März 2015, 17:03
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Aigelsreiter will "mit Generaldirektor professionell reden"

Wien Wortkarg kommentierten ORF-Chefredakteure am Freitag die von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz präsentierte künftige Organisationsstruktur des ORF - das ihre Jobs nicht mehr vorsieht.

Wrabetz hatte am Donnerstag vor dem ORF-Stiftungsrat erklärt, dass es ab 2017 wieder einen Informationsdirektor ("Head of Information") geben soll, und darunter neben multimedialen Ressorts auch Chefredakteure für die einzelnen ORF-Kanäle. Die bisherigen Fernseh- und Radio-Chefredakteure wären in der neuen Struktur nicht mehr vorgesehen, so der ORF-Chef. Die amtierenden Chefredakteure seien durch den Wrabetz-Plan zu "Lame Ducks" geworden, machte noch Donnerstagabend im ORF die Runde.

Die Betroffenen reagierten am Freitag gelassen: TV-Chefredakteur Fritz Dittlbacher wollte die Überlegungen nicht kommentieren. Radio-Chefredakteur Hannes Aigelsreiter, dessen bis Sommer befristeter Vertrag laut Wrabetz verlängert werden soll, meinte, dass er das "derzeit unaufgeregt" sehe, weil er mit dem ORF-Chef in der Causa noch keinen Kontakt hatte. "Ich werde mit dem Generaldirektor professionell reden. Die Zeit ist inhaltlich außerdem viel zu herausfordernd, als sich mit dem Datum 2017 zu beschäftigen." (APA, 6.3.2015)

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