17.000 Zeitungen online gestellt: Sechs Jahre Haft

6. März 2015, 15:24
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Zwei Spanier wurden wegen Urheberrechtsverletzungen und Bildung einer kriminellen Vereinigung verurteilt

In Spanien hat das Höchstgericht zwei Männer zu jeweils sechs Jahren Haft verurteilt, weil sie insgesamt 17.000 Exemplare europäischer Zeitung im Web verbreitet hatten. Aus einer Mitteilung auf der Justizseite poderjudicial.es geht hervor, dass die Angeklagten zu drei Jahren Haft aufgrund "schwerer Verbrechen gegen geistiges Eigentum" und weiteren drei Jahren wegen der "Förderung und Bildung einer kriminellen Vereinigung" verurteilt wurden.

Fünf Jahre Berufssperre als Web-Administratoren

Die Männer hatten über die Seite www.youkioske.com Zeitungen aus Spanien, Deutschland, Italien, England, Portugal, Russland und den Niederlanden ohne Zustimmung der Verlage veröffentlicht. Laut Bericht sei den beiden Männern klar gewesen, dass sie gegen das Urheberrecht verstoßen hatten.

Zu den Haftstrafen kommt hinzu, dass die Verurteilten fünf Jahre lang keine Websites mehr betreiben oder Webauftritte betreuen dürfen. Zudem müssen sie noch Schadenersatz zahlen. Ein dritter Angeklagter wurde freigesprochen, weil ihm keine Verbindung zu der Plattform nachgewiesen wurde. (br, derStandard.at, 6.3.2015)

  • Weil sie Zeitungen ohne Erlaubnis online weiterverbreitet hatten, wurden zwei Spanier zu sechs Jahren Haft verurteilt.
    foto: ap photo/daniel ochoa de olza

    Weil sie Zeitungen ohne Erlaubnis online weiterverbreitet hatten, wurden zwei Spanier zu sechs Jahren Haft verurteilt.

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