Uniqa hält an Osteuropa fest und erhöht Dividende

6. März 2015, 17:11
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Der Versicherungskonzern zeigt sich bei Vorlage der vorläufigen Geschäftszahlen 2014 durchaus zufrieden

Wien - Man habe im Geschäftsjahr 2014 die Langfriststrategie der Uniqa trotz Gegenwinds umgesetzt, sagte CEO Andreas Brandstetter. Demnach soll die Kundenzahl bis 2020 auf 15 Millionen verdoppelt werden - mittlerweile halte man bei zehn Millionen Kunden in 19 Ländern. Der Konzern konzentriere sich auf das Kerngeschäft als Erstversicherer (Marktanteil in Österreich: 22 Prozent) und habe deshalb einiges abgestoßen: "Wir haben keine Medienbeteiligungen mehr und keine Hotels", sagte Brandstetter. Im Portfolio seien jedoch weiterhin drei Privatspitäler. "Die behalten wir, weil das unser Krankenversicherungsgeschäft unterstützt."

Diese Fokussierung brachte es mit sich, dass das Prämienvolumen 2014 gegenüber 2013 um 7,6 Prozent anwuchs; das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um fast 23 Prozent auf 377,9 Mio. Euro. Die Dividende soll um sieben auf 42 Cent erhöht werden.

Die typischen Probleme eines österreichischen Konzerns habe man im Griff, erläuterte Brandstetter bei einer Pressekonferenz. Das Geschäft in Russland und der Ukraine entwickle sich positiv, jedoch nur in lokaler Währung. Rechnet man das Prämienwachstum in Euro um, kommt ein Minus (Ukraine) bzw. ein kleine Plus (Russland) heraus. Doch glaube man an die Wachstumsaussichten in der Region und bleibe deshalb dort, sagte Brandstetter.

Was die Hypo-Abbaueinheit Heta betrifft, wurden Anleihen über 35 Mio. Euro abgeschrieben. Bei Heta-Senior-Bonds über 25 Mio. Euro wird eine Abschreibung evaluiert. In beiden Fällen werde man vor Gericht "um jeden Cent kämpfen", so Brandstetter. (ruz, DER STANDARD, 6.3.2015)

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