Abgründe und bitterböser Humor - Wie stehen Sie zum österreichischen Film?

9. März 2015, 05:30
262 Postings

Der österreichische Film gilt als speziell. Gehören Sie zu den Fans, oder sind Ihnen die heimischen Produktionen zu speziell? Und was sagen diese Filme eigentlich über Österreich und die Österreicher aus?

Zuschauen tut oft weh, das Leben erscheint banal und ausweglos, die zwischenmenschlichen Beziehungen sind toxisch, der Humor ist schwarz, und meistens stirbt jemand – der österreichische Film der Gegenwart.

Nichts für schwache Nerven

Wenn Menschen zu Burgerfleisch oder Gulasch verwertet werden ("Muttertag", Harald Sicheritz, 1993; "Der Knochenmann", Wolfgang Murnberger, 2009), im Keller zwischen Nazi-Devotionalien gesungen wird ("Im Keller", Ulrich Seidl, 2014) oder eine Familie über Nacht nonchalant ausgelöscht wird ("Funny Games", Michael Haneke, 1997), dann stehen die Chancen nicht schlecht, dass man in einem österreichischen Film sitzt. Fast schon ein klassisches Merkmal seiner Gattung ist die nachdenkliche und aufgewühlte Stimmung, in der man danach zurückbleibt. Selbst die "New York Times" schreibt "Greetings from the Land of Feel-Bad Cinema".

Was ist Ihre Meinung?

Was sind Ihre österreichischen Lieblingsfilme der Gegenwart? Welche Szenen haben sich unauslöschlich in Ihr Filmgedächtnis gebrannt? Wie oft haben Sie in den 90ern "I sogs glei, i woas ned!" gesagt? Und was sagen diese Filme eigentlich über Österreich und die Österreicher aus? (aan, derStandard.at, 9.3.2015)

  • "Hundstage" (Ulrich Seidl, 2001): ein Blick in die Abgründe der Wiener Peripherie.
    foto: apa/allegro film vienna

    "Hundstage" (Ulrich Seidl, 2001): ein Blick in die Abgründe der Wiener Peripherie.

Share if you care.