Masern: Neuer Höchststand in Berlin mit 111 neuen Fällen

6. März 2015, 13:52
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Fast 90 Prozent von rund 630 befragten Kranken hatten keinen Impfschutz.

Die Masernwelle in Berlin hat einen neuen Höchststand erreicht. Bis Freitagvormittag wurden in der deutschen Hauptstadt 111 neue Fälle in der laufenden Woche gemeldet. Beim aktuellen Ausbruch sind das die bisher meisten Erkrankungen innerhalb einer Meldewoche.

724 Erkrankungen

Insgesamt seien damit seit Beginn der Welle im Oktober 724 Menschen an Masern erkrankt, sagte die Sprecherin des Landesamts für Gesundheit und Soziales. Rund ein Viertel der Patienten musste wegen der Infektion bisher ins Krankenhaus.

Fast 90 Prozent von rund 630 befragten Kranken hatten keinen Impfschutz. Bisher steckten sich in Berlin auch 70 Babys an, die jünger als ein Jahr waren. Wenn ihre Mutter vor der Schwangerschaft nicht gegen Masern geimpft war, haben auch sie keinen Schutz.

Eine Impfung ist erst ab neun Monaten zugelassen. Im Februar war ein ungeimpftes Berliner Kleinkind an Masern gestorben. (APA, derStandard.at, 6.3.2015)

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