Krebs bei Kindern: Die Gene spielen eine Rolle

6. März 2015, 12:50
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Kinder mit RASopathien, einer Gruppe von erblichen Erkrankungen, haben ein zehnfach höheres Risiko für bestimmte Krebsarten

Obwohl in der Behandlung von Kindern mit Krebserkrankungen große Fortschritte gemacht wurden, ist erst wenig über die Ursachen von Krebs im Kindesalter bekannt. Eine Ausnahme sind einige Erberkrankungen, die das Krebsrisiko bereits bei Kindern erhöhen.

Nun haben Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bewiesen, dass Kinder mit sogenannten RASopathien, einer Gruppe von erblichen Erkrankungen, ein zehnfach erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen (Leukämie, Hirntumore, Neuroblastome) haben. Das renommierte "British Journal of Cancer" veröffentlichte die neue Studie.

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Die Wissenschaftler haben erstmals das mit RASopathien verbundene Krebsrisiko im Kindesalter quantitativ nachweisen können: Sie haben festgestellt, dass von insgesamt 735 Kindern und Jugendlichen mit RASopathien zwölf an Krebs erkrankten. Im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung tritt in einer Gruppe einer solchen Größe im Schnitt nur eine Krebserkrankung auf.

Zu den untersuchten Erkrankungen gehört das "Noonan-Syndrom". Einer von 3.000 Menschen wird damit geboren. Es umfasst Entwicklungsstörungen, aus denen auch Fehlbildungen wie Kleinwuchs und angeborene Herzfehler hervorgehen können. "Unsere Ergebnisse tragen dazu bei, die Entwicklung von Krebserkrankungen besser zu verstehen – eine Grundvoraussetzung für eine bessere Therapie", sagt Studienleiter Christian Kratz. (red, derStandard.at, 6.3.2015)

  • Kinder mit bestimmten Erbkrankheiten entwickeln häufiger bestimmte Krebsarten - etwa auch Leukämie.
    foto: wikipedia/vashidonsk/[cc;3.0;by-sa}

    Kinder mit bestimmten Erbkrankheiten entwickeln häufiger bestimmte Krebsarten - etwa auch Leukämie.

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