Schönborn sieht Suche nach Grazer Bischof "in der Zielgerade"

6. März 2015, 12:27
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Bischofskonferenz verteilte Zuständigkeiten teilweise neu

Wien - Kardinal Christoph Schönborn glaubt, dass die Suche nach dem Nachfolger von Egon Kapellari als Grazer Diözesanbischof bald abgeschlossen ist. "Ich glaube, es ist jetzt in der Zielgerade", sagte er am Freitag bei einer Pressekonferenz nach der Bischofskonferenz am Bodensee. Bei der Zusammenkunft wurden auch die Kompetenzen in der Bischofskonferenz teils neu zugeteilt.

Schönborn begründete die lange Suche nach einem neuen Bischof für Graz-Seckau mit dem Pontifikatswechsel, was üblicherweise einen starken Rückstau bei derartigen Entscheidungen verursache. Kapellari hatte bereits 2011 das Pensionsalter für Bischöfe erreicht, Papst Franziskus verlängerte aber dessen Amtszeit um zwei Jahre. Im Jänner dieses Jahres wurde der Rücktritt schließlich angenommen, für die Übergangszeit wurde mit Heinrich Schnuderl ein Diözesanadministrator eingesetzt.

Schönborn erklärte sich die lange Wartezeit in Graz auch mit der überraschenden Wahl Franz Lackners zum Salzburger Erzbischof. Dieser hatte eigentlich als Kapellaris logischer Nachfolger gegolten. Lackner wurde bei der Frühjahrsvollversammlung auch zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden der Bischofskonferenz gewählt. Die Medienagenden übernahm Schönborn persönlich von Kapellari, der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics übernimmt den Bereich Europa. Vorerst vakant bleibt der bleibt der Referatsbereich Kultur. (APA, 6.3.2015)

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