Aus für NZZ-Druckerei: Sozialplan für 125 Mitarbeiter steht

6. März 2015, 12:01
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Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung, Frühpensionierungen, eine Abgangsentschädigung sowie ein Fonds für individuelle Härtefälle

Zürich - Nach der angekündigten Schließung der Schweizer NZZ-Druckerei in Schlieren haben sich die Sozialpartner auf einen Sozialplan geeinigt. Dieser soll die wirtschaftlichen Folgen für die maximal 125 Mitarbeitenden mildern, die von der Schließung betroffen sind.

Der Sozialplan sieht laut Aussendung von Freitag unter anderem eine Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung von betroffenen Mitarbeitern vor. Dazu zählen etwa ein Jobcenter in Schlieren und Beiträge für Aus- und Weiterbildungen. Weiter sind im Sozialplan Frühpensionierungen, eine Abgangsentschädigung sowie ein Fonds für individuelle Härtefälle vorgesehen.

Beteiligt an den Sozialplanverhandlungen waren Vertreter der Betriebskommission Schlieren, der NZZ-Personalkommission, der Gewerkschaft Syndicom sowie der NZZ-Mediengruppe. Der am Donnerstag unterzeichnete Plan sei dank der "raschen und einvernehmlichen Vorgehensweise aller Beteiligten" zustande gekommen, hieß es in der gemeinsamen Mitteilung der Sozialpartner.

Mitte 2015 ist Schluss

Die NZZ hatte im vergangenen November die Schließung der Druckerei per Mitte 2015 angekündigt. Nachdem der Verwaltungsrat und die Unternehmensleitung Alternativszenarien der Arbeitnehmervertretungen geprüft hatten, gaben sie Anfang Februar den definitiven Entscheid zur Schließung bekannt.

Für das Druckzentrum in Schlieren mit 184 Arbeitsplätzen wären laut NZZ Ersatzinvestitionen in zweistelliger Millionenhöhe nötig gewesen. Diese ließen sich wegen rückläufiger Auflagen und der Margen-Erosion bei Drittaufträgen wirtschaftlich nicht rechtfertigen, begründete das Unternehmen den Entscheid.

Die "Neue Zürcher Zeitung" und die "NZZ am Sonntag" werden ab Mitte des Jahres im Druckzentrum Zürich der Konkurrentin Tamedia gedruckt. Die zwei Druckereien der NZZ-Mediengruppe in Winkeln und Adligenswil werden weiter betrieben. (APA/sda, 6.3.2015)

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