Vergewaltigungsspiel sorgt für Shitstorm auf Steam

6. März 2015, 12:08
71 Postings

Entwickler von "Pregnancy" werden mit Kritik und Häme überhäuft

Im Indie-Spiel "Pregnancy" geht es um die 14-jährige Lilla aus Ungarn, die von einem Kriminellen vergewaltigt wird und in der Folge eine Schwangerschaft bewältigen muss. Der Spieler übernimmt die Rolle des Gewissens und beeinflusst die Handlungen des Mädchens bei der Entscheidung, das Kind zu behalten oder eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Die Thematik ist ernst und soll auf die Konsequenzen von Vergewaltigungen aufmerksam machen, doch die Entwickler des brasilianischen Indie-Studios Locomotivah müssen einen regelrechten Shitstorm auf der Vertriebsplattform Steam über sich ergehen lassen.

Harsche Kritik und geschmacklose Witze

In den Rezensionen lassen sich Steam-User über die an eine Power-Point-Präsentation erinnernde grafische Gestaltung des Titels, das schlechte Englisch und die geringe Spielzeit von zehn Minuten aus. Ein User empfiehlt, sich lieber ein YouTube-Video anzusehen, weil es die Kosten von 1,99 Euro nicht wert sei. Andere lassen sich zu unpassenden Scherzen hinreißen. "Das war der beste Erotik-Roman bis ich all die Fehler bemerkte", steht in einer User-Rezension während eine andere behauptet: "Ich habe Krebs von diesem Spiel bekommen." Locomotivah hat sich zur massiven Kritik an dem Titel noch nicht geäußert. (ul, derStandard.at, 6.3.2015)

  • Die Präsentation des Spiels ist zurückhaltend, der Inhalt nicht.
    screenshot: pregnancy

    Die Präsentation des Spiels ist zurückhaltend, der Inhalt nicht.

Share if you care.