Schlitten-Fans stürmten "verbotenen Hügel" des US-Kongresses

6. März 2015, 11:02
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Washington - "Schlitten fahren ist kein Verbrechen": Unter diesem Motto haben sich einige Bewohner Washingtons gegen ein mehr als 130 Jahre altes Schlittenfahrverbot vor dem US-Kongress gewehrt. An einem der vielleicht letzten verschneiten Tage des Winters versammelten sie sich am Donnerstag auf dem Hügel vor dem Kapitol, um entgegen der Vorschrift zu rodeln.

Seit 1876 ist es verboten, das Gelände im Herzen der amerikanischen Hauptstadt als Spielwiese zu nutzen. #SledFreeOrDie ("Frei Rodeln oder Sterben") lautete eines der Stichwörter auf Twitter.

Zuvor hatten Familien bereits die Abgeordnete für Washington, Eleanor Holmes Norton, angerufen, weil sie den Rodelspaß vor dem Kapitol nicht noch einmal verpassen wollten. In einem Brief bat sie den Vorstand der zuständigen Polizei deshalb, das Verbot für vier Tage bis einschließlich Sonntag aufzuheben. "Haben Sie ein Herz", schrieb sie, "das Herz eines Kindes". Die Polizei weigerte sich bisher allerdings, den als "Vorgarten Amerikas" bekannten Hügel freizugeben. Am Donnerstag wurden bis zu 25 Zentimeter Schnee erwartet.

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