Skype als Simultanübersetzer – und Protokollant

6. März 2015, 10:55
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"Wir nehmen den Datenschutz sehr ernst, wir anonymisieren, soweit es geht."

Der Computer als Simultan-Dolmetscher bei Internettelefonaten und Videokonferenzen – diese Funktion erprobt Skype gerade in einem öffentlichen Betatest. Nutzer des Internetdienstes können kostenlos daran teilnehmen, müssen sich dafür aber damit einverstanden erklären, dass Abschriften ihrer Gespräche gespeichert und ausgewertet werden. Das berichtet die Zeit in ihrer aktuellen Ausgabe.

"Wir nehmen den Datenschutz sehr ernst"

Chris Wendt, der zuständige Programm-Manager beim Konzern Microsoft, zu dem Skype seit 2011 gehört, bestätigt das und betont: "Wir nehmen den Datenschutz sehr ernst, wir anonymisieren, soweit es geht." Wo genau die Firmen sitzen, welche diese Aufzeichnungen und Abschriften von menschlichen Dolmetschern überprüfen lassen, will Microsoft nicht offenlegen. Wendt sagt dazu nur: "Die finden Sie nicht in Kalifornien, in Deutschland oder in Japan." Später einmal werde die Einwilligung zur Auswertung persönlicher Gespräche freiwillig sein.

Die automatische Simultanübersetzung bei Skype war zunächst für die Sprachen Englisch und Spanisch freigeschaltet worden. Dieses Jahr soll auch noch die Sprache Deutsch zur Verfügung gestellt wird. (red, 6.3. 2015)

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