Magic-Leap-Chef: "Microsofts Hologramme werden Sie krank machen"

6. März 2015, 09:57
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Konkurrent glaubt nicht, dass Microsofts Hologramm-Technik ohne Nebenwirkungen funktioniert

Der Kampf um eine Vormachtstellung im Bereich Virtual/Augmented Reality spitzt sich zu. Das beweist – abseits spektakulärer Übernahmen und Investitionen – vor allem eine Zunahme an Wortgefechten, bei denen gegenseitig das Produkt der Konkurrenz schlechtgemacht wird. Ein solches wurde nun von Rony Abovitz ausgelöst, der als Gründer und Chef von Magic Leap im Blickpunkt des Silicon Valley steht. Er behauptet, dass Microsofts Hololens seine Nutzer krank machen werde. "Jedes stereoskopische 3D-System schlage fehl", so Abovitz zu Wired, "das ist momentan eine der schlimmsten Entwicklungen."

Übelkeit und Schwindel?

Denn solche Systeme – etwa Oculus Rift oder eben Microsoft Hololens – verwirrten den Gleichgewichts- und Lagesinn seiner Nutzer, was zu Übelkeit und Schwindel führte. Dass die Objekte bei Microsofts Hologrammen durchsichtig seien, ändere laut Abovitz daran nichts. Naturgemäß hat er aber ein Wundermittel parat: Seine eigene Entwicklung. Denn Magic Leap soll eine ominöse Technologie entwickelt haben, mit der Gegenstände in den Raum projiziert werden können. Echte Hologramme also.

Geheimniskrämer

Wie Magic Leap genau funktioniert, bleibt unklar. Entgegen früheren Annahmen sollen Nutzer aber keine Brille tragen müssen, um die Projektionen erkennen zu können. Das ist wiederum ein Vorteil, der Milliarden einbringen dürfte – wenn es denn funktioniert. Denn eine Journalistin des "Technology Review" musste zuletzt noch auf eine Datenbrille zurückgreifen, um Magic Leap zu probieren. Geheimniskrämerei scheint überhaupt Magic Leaps erste Tugend zu sein. Sich selbst bezeichnete die Firma als "Pixar, Apple und Willy Wonka".

Microsoft dementiert

Microsoft selbst wollte die Kritik nicht auf sich sitzen lassen: Alle Produkte entsprächen Industrie- und Gesundheitsstandards, so ein Firmensprecher. Wie Wired anmerkt sei es auch unfair, die Konkurrenz zu attackieren, ohne die eigene Technologie zu erklären. (fsc, derStandard.at, 6.3.2015)

  • Welche Nebenwirkungen haben Microsofts Hologramme? Laut Konkurrent Magic Leap funktionierten sie nicht ohne Nebenwirkungen
    foto: reuters/handout

    Welche Nebenwirkungen haben Microsofts Hologramme? Laut Konkurrent Magic Leap funktionierten sie nicht ohne Nebenwirkungen

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