Tausende Menschen nach Flugzeugunglück in Kathmandu gestrandet

5. März 2015, 17:55
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Airport bis Freitagfrüh geschlossen, alle Flüge gestrichen

Kathmandu - Nach einer Bruchlandung einer Passagiermaschine der Turkish Airlines in Nepal sind am Donnerstag tausende Menschen am Flughafen der Hauptstadt Kathmandu festgesessen. Ausgerechnet zu Beginn der Reisesaison blieb der Airport nach dem glimpflich verlaufenen Unglück vom Vortag weiter geschlossen. Bis Freitagfrüh (5.15 Uhr MEZ) wurden alle Flüge gestrichen.

Die Maschine mit 224 Passagieren an Bord war am Mittwoch bei einem ersten Landeversuch über die Rollbahn hinausgeschossen, sagte ein Flughafensprecher. Beim zweiten Versuch sei sie dann von der Landebahn abgekommen und im Gras stecken geblieben. An Bord gab es laut den regionalen Behörden keine Verletzten. Auf dem Flug hatten sich laut Medienberichten auch zwei Österreicher befunden: Ein 41-jähriger Steirer postete auf Facebook über den Vorfall ("Landebahn verfehlt, Vorderrad scheinbar geknickt. Glück gehabt."), zudem sei eine Frau aus Oberösterreich unter den Passagieren gewesen.

Hilfe aus Indien

Indien schickte Experten und Ausrüstung nach Nepal, um bei der Bergung zu helfen, gab der Chef der nepalesischen Flugsicherheitsbehörde, Ratish Chandra Lal Suman, bekannt. Nach der Wiedereröffnung werde es einen Rund-um-die-Uhr-Betrieb geben, um alle Flüge abzuarbeiten, kündigte er bei einer Pressekonferenz an.

Am Flughafen strandeten tausende ausländische Touristen und Wanderarbeiter. Allein für Donnerstag waren eigentlich mindestens 80 internationale Flüge vorgesehen.

Die Turkish-Airlines-Maschine war auf dem Weg von Istanbul nach Kathmandu. Augenzeugen berichteten, die Passagiere seien in Panik von den Sitzen gesprungen, als Rauch in die Kabine drang. Schließlich seien die Insassen über Rutschen in Sicherheit gebracht worden. Nach Angaben der örtlichen Medien war das Fahrgestell zusammengebrochen. Im Internet veröffentlichte Fotos zeigten das Flugzeug mit dem Bug am Boden. Der Flughafensprecher sagte, es seien Ermittlungen eingeleitet worden. Es sei neblig gewesen, doch seien die Sichtverhältnisse in Ordnung gewesen. (APA/AFP, 5.3.2015)

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