Donaufestival: Die Avantgarde der Postdemokratie

5. März 2015, 17:22
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Im Musikprogramm finden sich u.a. Arca, Clark, Ben Frost, MFO, Grouper, Autechre und Battles

Wien - Der künstlerische Leiter des Kremser Donaufestivals, Tomas Zierhofer-Kin, beschreibt die Intention des heurigen Festivals wie immer mit schweren Zeichen und bedeutsamen Worten: "Zentrale, globale Überlebensstrategien angesichts des gesellschaftlichen Paradigmenwechsels" will er heuer abbilden. Dazu fährt er ein Programm auf, dass sich im Wesentlichen aus den Genres Theater/Performance, Film, Installation und experimentell angehauchter Musik speist. Das Festival will mit der Auswahl seiner Acts "tradierte Strukturen aufbrechen, um die neue Kraft einer Utopie über Kunst zu definieren".

Wie jedes Jahr findet das Donaufestival verteilt auf zwei Wochenenden statt. An den sechs Festivaltagen werden rund 16.000 Besuche erwartet. Das Gesamtbudget beträgt wie im Vorjahr rund 1,775 Mio. Euro, wobei das Land Niederösterreich 1,45 Mio. Euro beisteuert. Im Musikprogramm finden sich Acts wie Arca oder Clark, Ben Frost und MFO, Grouper sowie ewige Avantgardisten wie Autechre, Battles und Godspeed You! Black Emperor.

Im Performance-Bereich gibt es Programme des Rimini Projects und Bernhard Hammer thematisiert in der Uraufführung The Upper Classroom die Ausbildung postdemokratischer Eliten, während Dawn Of The Revolution von Miss Revolutionary Idol Berserker eine "30-minütige Orgie" nach Krems bringen werden. (red, DER STANDARD, 6.3.2015)

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