Meistens ist die Grippe nur eine "Männergrippe"

6. März 2015, 07:00
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London - Mit "Man flu" gibt es im Englischen sogar einen eigenen Ausdruck dafür, dass Männer Krankheiten gerne mal dramatisieren und eine Erkältung als Grippe verkaufen. In ihren Symptomen können diese Virusinfektionen einander ja durchaus ähneln.

Wer im Zweifel ist, an welcher Krankheit er gerade leidet, kann laut einer in "PLOS Biology" veröffentlichten Studie britischer Forscher aber mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es sich lediglich um eine Erkältung handelt.

Forscher um Steven Riley vom Londoner Imperial College untersuchten Proben von 151 Menschen auf Antikörper gegen neun Varianten des Grippevirus, die zwischen 1968 und 2009 im Umlauf waren. Daraus entwickelten sie einen Algorithmus zur Berechnung, in welchem Jahr die Person, von der die jeweilige Probe stammte, erkrankt war. Das wiederum wurde zur Grundlage der Prognose, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Erwachsener tatsächlich an Grippe erkrankt.

Das Ergebnis: Menschen ab 30 müssen für den Rest ihres Lebens nicht öfter als zweimal pro Jahrzehnt damit rechnen, tatsächlich mit der echten Grippe infiziert zu werden. Durchgeführt wurde die Studie in China, ihre Ergebnisse sollten laut Riley aber auch auf globaler Ebene gültig sein. (red, DER STANDARD, 6.3.2015)

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