Betriebsrat: Deutsche Telekom plant Ausbildungskahlschlag

5. März 2015, 17:02
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Stellen sollen von 2.900 auf knapp 1.700 reduziert werden

Die Deutsche Telekom will die Zahl ihrer Auszubildenden nach Aussagen des Betriebsrats in den nächsten Jahren radikal zusammenstreichen. Der Konzern plane, die Zahl der jährlich neuen Ausbildungsstellen in Deutschland bis 2018 auf knapp 1.700 zu senken von derzeit noch 2.900, hieß es in einem Reuters am Donnerstag vorliegenden Brief des Betriebsrats an die Mitarbeiter.

Bisher sicherte die Deutsche Telekom, Mutter des österreichischen Mobilfunkers T-Mobile, eine bestimmte Höhe von Ausbildungsstellen zu, die sich an der Zahl der insgesamt in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter orientiert. Der Tarifvertrag, in dem diese Quote verankert ist, läuft jedoch aus. Nach den Planspielen der Deutschen Telekom würde die Ausbildungsquote von 2,9 Prozent auf 1,8 Prozent sinken.

"Extreme Dimension"

Die Pläne und der daraus folgende Kahlschlag in der Deutsche-Telekom-Ausbildung hätten eine "extreme Dimension", erklärte der Betriebsrat. Auch ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di kritisierte das Vorhaben und betonte, dass die Deutsche Telekom damit einen zwischen Unternehmen und Bund geschlossenen Ausbildungspakt unterlaufe.

Die Deutsche Telekom hingegen verwies auf den wirtschaftlichen Druck und den rapiden technischen Wandel, dem das Unternehmen ausgesetzt ist. "Tatsache ist, dass der Bedarf an Ausbildungsplätzen deshalb deutlich rückläufig ist", sagte ein Konzernsprecher. Einen konkreten Beschluss zur Höhe der künftigen Ausbildungsquote gebe es aber nicht. Die Frage müsse noch mit den Sozialpartnern geklärt werden.

Die Deutsche Telekom beschäftigt in Deutschland knapp 70.000 Mitarbeiter und bildet derzeit 9.000 Menschen aus. (APA, 5.3. 2015)

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