Nach 324 Matches beginnt der Ernst des Playoffs

5. März 2015, 14:14
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Heute starten acht verbliebene Teams ins Viertelfinale - Capitals als hoffnungsvoller Außenseiter nach Ungarn

Wien - Das Vorspiel ist Geschichte, nach strapaziösen 44 Runden Grunddurchgang, zehn Spieltagen in der Zwischenrunde und insgesamt 324 Spielen geht es in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) nun endlich so richtig zur Sache, denn ab Freitag startet das Playoff und somit die alles entscheidende Phase der Meisterschaft. Zum Auftakt der "best of seven"-Viertelfinalserie haben die höher gesetzten Klubs Heimvorteil. Der KAC ist in Znojmo zu Gast, die Vienna Capitals treten bei Fehervar auf, Linz empfängt Bozen und Red Bull Salzburg matcht sich mit dem VSV.

Die Salzburger haben in den vergangenen zehn Jahren nur ein einziges Mal (2011/12) das Halbfinale verpasst, auch diesmal spricht wieder einiges für den österreichischen Meister. Man hat die vergangenen Wochen dominiert, während die Villacher zwölf Niederlagen hintereinander einstecken mussten. Insofern ist die Gegner-Wahl der Bullen eine logische. "Der VSV ist ein harter Gegner, aber ich sehe gute Chancen, dass wir uns durchsetzen können", sagt Trainer Daniel Ratushny.

Trotz eines unguten Brockens auf ein Weiterkommen hoffen auch die Linzer. Die Black Wings haben sich für den EBEL-Titelverteidiger entschieden. "Im Grunde ist es egal, gegen wen man spielt", so Black-Wings-Manager Christian Perthaler vor dem Start gegen Südtirol. "Wenn wir gut spielen, können wir alle schlagen, wenn nicht, können wir gegen alle verlieren. Das Entscheidende ist, dass wir uns auf uns selbst konzentrieren, dann werden wir das auch gegen Bozen schaffen."

Rob Daum will jedenfalls seine persönliche Erfolgsserie prolongieren. Unter dem seit 2011 amtierenden kanadischen Trainer sind die Oberösterreicher stets unter den besten vier Teams der Liga gelandet: "Im Playoff geht es nur noch darum, Spiele zu gewinnen, egal wo und gegen wen man spielt."

"Im März zählt es"

Nicht ganz unspannend ist die Lage bei den Vienna Capitals. Die Wiener hoffen, mit dem Wechsel von Tom Pokel zu Jim Boni die Wende zu schaffen. Unter dem Meistermacher von Bozen waren die Wiener zwar bärenstark in die Saison gestartet, ließen aber im Verlauf umso stärker nach. Allein in der Zwischenrunde setzte es acht Niederlagen, nur der VSV konnte zweimal bezwungen werden. "Die Leute schwärmen immer noch davon, wie cool es im August und September war. Aber das interessiert im Eishockey niemand mehr, jetzt im März zählt es", sagt Rückkehrer Boni.

Der Italo-Kanadier, der die Caps 2005 zum bisher einzigen Meistertitel geführt hatte, strahlt Zuversicht aus. Das soll sich auch auf sein Team übertragen. "Wir sind bereit und freuen uns auf Fehervar. Es wird eine knappe, coole, unterhaltsame Serie. In Ungarn herrscht große Euphorie, das ist ihr bestes Jahr, wir sind Außenseiter." Andreas Nödl ist überzeugt: "Wenn wir das spielen, was wir können, wird es eine tolle Serie. Wir sind eine Playoff-Truppe, körperlich stark und entschlossen", sagte der Stürmer.

Der KAC hat sich erst im letzten Spiel die Teilnahme am Viertelfinale gesichert und geht gestählt von vielen entscheidenden Partien ins Playoff. "Die Jungs sind in den letzten Wochen zu einer richtigen Einheit geworden", freut sich Trainer Doug Mason vor dem Kräftemessen mit dem in der Platzierungsrunde stark auftrumpfenden Team aus Znojmo. (APA/red, 5.3. 2015)

Programm Viertelfinale:

Freitag, 6. März:

18:30 HC Orli Znojmo - KAC
19:15 Liwest Black Wings Linz - HCB Südtirol
19:15 Szekesfehervar Fehervar AV19 - UPC Vienna Capitals
19:30 Red Bull Salzburg - VSV (live auf ServusTV)

Sonntag, 8. März:

17:30 UPC Vienna Capitals - Fehervar AV19
17:30 KAC - HC Orli Znojmo
17:30 VSV - Red Bull Salzburg 17
11:45 HCB Südtirol - Liwest Black Wings Linz (live auf ServusTV)

  • Die Vienna Capitals bekommen es im Viertelfinale mit Fehervar zu tun. In der Zwischenrunde setzte es gegen die Ungarn zwei Niederlagen (2:4 und 2:3). Im Grunddurchgang konnten immerhin drei von vier Spielen (6:3, 3:2, 3:4, 1:0) gewonnen werden.
    foto: apa/ neubauer

    Die Vienna Capitals bekommen es im Viertelfinale mit Fehervar zu tun. In der Zwischenrunde setzte es gegen die Ungarn zwei Niederlagen (2:4 und 2:3). Im Grunddurchgang konnten immerhin drei von vier Spielen (6:3, 3:2, 3:4, 1:0) gewonnen werden.

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