Studie: Bürgerkrieg in Nordirland machte Menschen psychisch krank

5. März 2015, 13:30
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Zwei Drittel der Betroffenen ohne Behandlung - Folgen traumatischer Erlebnisse belastet viele Menschen noch immer

Belfast - Der jahrzehntelange Bürgerkrieg in Nordirland zwischen pro-britischen Protestanten und pro-irischen Katholiken hat nach einer neuen Studie viele Menschen psychisch krank werden lassen. 213.000 der rund 1,5 Millionen Erwachsenen in Nordirland litten unter psychischen Erkrankungen, die "direkt mit den Unruhen in Verbindung zu stehen scheinen", heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Studie.

Vor allem junge Männer betroffen

Zwei Drittel davon würden nicht behandelt, hieß es in der Studie der Ulster University weiter. Seit dem Karfreitagsabkommen von 1998 herrscht in Nordirland offiziell Frieden. Die Folgen traumatischer Erlebnisse oder der Verlust von Freunden oder Angehörigen belaste viele Menschen noch immer. Betroffen seien vor allem junge Männer. In den Arbeitervierteln Nordirlands sei der Einfluss und die Bedrohung von Paramilitärs beider Seiten noch immer zu spüren, heißt es in der Studie weiter. (APA, derStandard.at, 5.3.2015)

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