Zypern: Giannis Karagiannis vertritt Mittelmeerinsel

4. März 2015, 14:19
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Giannis Karagiannis setzte sich mit "One Thing I Should Have Done" in Vorausscheidung durch und startet in Wien im 2. Semifinale am 21. Mai

Wien - "I should have been there for you...": Wenn Giannis Karagiannis mit weich brummender Stimme Romantisches zum Besten gibt, ist man mitten drin im diesjährigen Beitrag Zyperns zum Eurovision Song Contest (ESC). Der Sänger setzte sich bei einer Vorausscheidung gegen fünf weitere Kandidaten durch und wird für sein Land mit "One Thing I Should Have Done" im zweiten Semifinale in Wien antreten.

foto: apa/epa/stringer
Zyperns Vertreter: Giannis Karagiannis

Geschrieben hat Karagiannis den Song gemeinsam mit Mike Connaris, der bereits zuvor als ESC-Komponist in Erscheinung getreten war, stammte doch "Stronger Every Minute" aus seiner Feder. Interpretiert von Lisa Andreas landete die Nummer 2004 auf dem 5. Platz, womit das beste Resultat Zyperns aus den Jahren 1982 und 1997 eingestellt wurde. Karagiannis möchte sich nun zumindest dieser illustren Reihe anschließen.

eurovision song contest

Dass er mit Gesangswettbewerben umgehen kann, hat der Sänger und Songwriter bereits bei einigen lokalen Talentshows unter Beweis gestellt. Mit dem balladesken, allein auf Gitarrenbegleitung setzenden Stück geht er keine großen Experimente ein, sondern stellt sein überschaubares stimmliches Können in geordneten Bahnen zur Schau. Dass der Refrain zudem dezent an den Hit "To Be With You" der US-Rockband Mr. Big erinnert, hinterlässt einen etwas zwiespältigen Eindruck.

Hochgelegt wurde dem Musiker die Latte von seinen direkten Vorgängern allerdings nicht: Während Zypern im Vorjahr aus finanziellen Gründen auf die Teilnahme am ESC in Kopenhagen verzichtete, schaffte man seit 2006 nur zweimal den Einzug ins Finale. Zuletzt war man 2012 im Konzert der Großen vertreten, wobei Ivi Adamou mit "La La Love" den eher bescheidenen 16. Rang von insgesamt 26 Teilnehmern erreichte. Ein Song mit Wiedererkennungswert wäre für das Semifinale am 21. Mai also nicht das Schlechteste. (APA)

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