Der Klang guter Zahlen

3. März 2015, 17:35
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Das Wiener Konzerthaus gewinnt an Stabilität

Wien - Am 19. März wird er das Programm der kommenden Saison präsentieren. Zusammen mit dem neuen Präsidenten des Wiener Konzerthauses Christian Konrad wollte Intendant Mathias Naske vorab schon zu den quantitativen Aspekten berichten. Nicht zuletzt auch Erfreuliches: In der laufenden Saison wurde die Zahl der Veranstaltungen um 15 Prozent (auf 856) gesteigert; die rund 550.000 Besucher bedeuten einen Zuwachs von etwa 13 Prozent.

Rekord auch bei den Abonnements (31.180), zudem gebe es ein Umsatzplus von 11,5 Prozent gegenüber der Vorsaison (auf 17,7 Millionen Euro). Erfolge auch im Bereich der Subventionen: Das Kulturministerium wird seinen Beitrag von 1,1 Millionen auf 1,2 erhöhen; auch die Stadt könnte im April ihren Beitrag (1,054 Millionen) erhöhen. Dennoch brauche es Maßnahmen, um die "Verletzlichkeit des Hauses Schritt für Schritt" zu reduzieren, so Naske. So wird der Beitrag für die 10.150 Konzerthausmitglieder um fünf Euro auf 65 Euro erhöht (bringt 50.000 Euro), wie auch der Rabatt auf Karten reduziert (150.000 Euro). Ebenfalls sollen Karten künftig nicht mehr als Fahrschein der Wiener Linien dienen (Ersparnis 75.000). Naske: "Das sind betriebswirtschaftliche Maßnahmen, die zur Absicherung der künstlerischen Integrität dienen."

Christian Konrad, seit einem Jahr an der Spitze des Aufsichtsrates: "Das laufende Wirtschaftsjahr gibt viel Anlass zur Freude." Auch wolle der neue Aufsichtsrat alle Möglichkeiten nutzen, mit seinen Netzwerken den finanziellen Spielraum zu erweitern. Angesichts der Wirtschaftslage sei dies jedoch schwierig.

Der 6,4-Millionen-Kredit, den das Konzerthaus bei der Bawag bedient, bereitet Konrad übrigens derzeit keine schlaflosen Nächte. Angesichts des Zinsniveaus von einem halben Prozent müsse man konstatieren: "So ein Kredit ist ein Segen." (tos, DER STANDARD, 4.3.2015)

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