Keine SD-Karten, nicht wasserdicht: Samsung-Manager erklärt das Galaxy S6

6. März 2015, 09:43
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Der europäische Marketingchef Stephen Taylor äußert sich zu den Design-Kompromissen

Mit der neuesten Generation seines Android-Flaggschiffs hat Samsung Änderungen umgesetzt, die bei einigen Nutzern auf Unverständnis stoßen. So fehlt beim Galaxy S6 und dem S6 Edge unter anderem der SD-Kartenslot. Im Gespräch mit dem WebStandard gab Stephen Taylor, Chief Marketing Officer von Samsung Europa, einen Einblick in die Design-Entscheidungen.

Neues Design verdrängt alte Features

Noch vor einem Jahr sagte Taylor zu Cnet, dass widerstandsfähige, wasserdichte Gehäuse wichtiger seien als jedes Jahr ein neues Design einzuführen. Bei der neuesten Galaxy-S-Generation sieht Samsung das offenbar etwas anders. Für Design-Verbesserungen habe man einige Kompromisse in Kauf nehmen müssen, so Taylor.

samsung mobile
Das Vorstellungsvideo zu Galaxy S6 und S6 Edge von Samsung.

Das Unternehmen hat das oft kritisierte Plastikgehäuse gegen Glas und Metall getauscht, dem S6 Edge mit dem nach beiden Seiten abgerundeten Display ein auffallendes Design verliehen und Wireless Charging umgesetzt. Dafür mussten jedoch SD-Kartenslot und das wasserdichte Gehäuse weichen. Zum fehlenden SD-Kartenslot meint Taylor, dass Nutzer ohnehin zunehmend auf Cloudspeicher zurückgreifen würden. Die Möglichkeit, die Geräte kabellos aufzuladen, sei zudem wichtiger, als den Akku tauschen zu können.

Samsungs "Schlachtung"

Auf die Prognose von Kirt McMaster, CEO von Cyanogen, dass Samsung in fünf Jahren "geschlachtet" werde, hatte Taylor nicht viel zu entgegnen. Es gebe immer wieder kleine Hersteller, die den großen Unternehmen Anteile abjagen. Samsung werde sich aber weiterhin darauf konzentrieren, Produkte auf den Markt zu bringen und Technologien voranzutreiben. Das werde sicher noch viele Jahre funktionieren. (Birgit Riegler, derStandard.at, 6.3.2015)

Hinweis im Sinn der redaktionellen Richtlinien: Die Reise zum Mobile World Congress wurde von Samsung übernommen.

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Samsung

Cnet

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Cyanogen-Chef: Samsung droht bei Smartphones die "Schlachtung"

  • Für das Design des Galaxy S6 Edge (im Bild) und des Galaxy S6 musste Samsung einige andere Features streichen.
    foto: reuters/gea

    Für das Design des Galaxy S6 Edge (im Bild) und des Galaxy S6 musste Samsung einige andere Features streichen.

  • Stephen Taylor, Chief Marketing Officer von Samsung Europe.
    foto: samsung

    Stephen Taylor, Chief Marketing Officer von Samsung Europe.

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