Taiwan fordert Alibaba zum Verlassen der Insel auf

3. März 2015, 15:43
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Chinesischer Online-Riese trug sich als "ausländische Firma" ein

Taiwan hat den chinesischen Online-Händler Alibaba aufgefordert, sich binnen sechs Monaten von der Insel zurückzuziehen. Grund sei, dass sich Alibaba als "ausländische Firma" in Taiwan eingetragen und damit gegen die Investitionsregeln für chinesische Firmen verstoßen habe, teilten die Behörden am Dienstag mit.

Zwar kann Alibaba Berufung gegen die Entscheidung der Investment-Kommission einlegen. Um Ärger zu vermeiden, müsste sich der Internet-Versandhändler aber wohl als chinesisches Unternehmen registrieren.

Seit 1949 de facto unabhängig von der Volksrepublik China

Taiwan ist mit seiner eigenen Regierung seit 1949 de facto unabhängig von der Volksrepublik China. Peking betrachtet die Insel aber als Teil seines Territoriums und hat nicht ausgeschlossen, sich das Land mit Gewalt einzuverleiben. Taiwans Präsident Ma Ying Jeou bemüht sich zwar um ein besseres Verhältnis zwischen Taipeh und Peking. Gleichwohl gelten in Taiwan nach wie vor schärfere Auflagen für chinesische Firmen als für andere ausländische Unternehmen.

Alibaba ist der größte Internet-Einzelhandelskonzern der Welt und wird im Westen oft als die chinesische Version von Amazon und Ebay beschrieben, weil er Funktionen beider Anbieter vereint. Der Konzern betreibt unter anderem die beliebteste chinesische Plattform für Onlinehandel, Taobao. (APA, 3.3. 2015)

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