Jolla Tablet ausprobiert: Vielversprechend, aber verbesserungswürdig

Ansichtssache3. März 2015, 17:59
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Ende 2013 brachte das Startup Jolla, das von ehemaligen MeeGo-Entwicklern gegründet wurde, sein erstes Smartphone auf den Markt. Auf dem diesjährigen Mobile World Congress brachten die Finnen nun ihr erstes Tablet mit, das mittels Crowdfunding finanziert wird. Obwohl Jolla nur einen Prototyp zeigen konnte, verrät dieser doch schon wohin die Reise geht. Der WebStandard konnte sich das Gerät auf der Messe ansehen.

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Wie auf dem Jollaphone kommt auch auf dem Tablet Sailfish OS zum Einsatz - in Version 2.0. Das Betriebssystem bietet, was man von Android oder iOS kennt, verpackt das aber in einer frischen Form.

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Alle Bereiche - Apps, geöffnete Anwendungen, verschiedene Modi (Ambiences genannt) und ein Screen mit Schnelleinstellungen und Benachrichtigungen - sind aus allen Anwendungen heraus durch Wischgesten über die Bildschirmränder erreichbar.

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Wischt man vom unteren Rand hinauf, gelangt man zu den Apps. Sailfish OS unterstützt dabei auch Android-Apps.

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Von oben nach unten "swipen" öffnet ein Menü mit verschiedenen Modi, die die Einstellungen des Tablets ändern. Jolla nennt sie Ambiences - Nutzer können ihr Tablet damit schnell personalisieren bzw. zwischen Arbeit oder Unterhaltung wechseln.

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Von links her öffnet man den Benachrichtigungs-Screen (Events genannt), wo auch schnelle Einstellungsänderungen vorgenommen werden können. Die Entwickler arbeiten mit viel Transparenz bei der Benutzeroberfläche - leider, denn mitunter leidet darunter die Lesbarkeit.

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Nach einem kurzen Augenschein zeigen sich die Mängel des Prototypen: Das 7,85 Zoll große Display mit 2.048 x 1.536 Zoll ist zwar hochauflösend, aber nicht besonders hell und spiegelt stärker als andere Tablets.

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Transparente Bedienelemente zusammen mit dem spiegelnden Display trüben die Benutzerfreundlichkeit des Tablets.

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Besonders dünn (8,3 mm) und leicht (384 g) ist das Jolla Tablet auch nicht. Aber - so verspricht das Unternehmen - man will noch rundum an der Hardware feilen, bis sie auf den Markt kommt.

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Immerhin: Das Gehäuse wirkt schon jetzt gut verarbeitet und widerstandsfähig.

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Man darf hoffen, dass die Finnen die Mängelpunkte noch verbessern können. Nutzer, die das Jolla Tablet über Indiegogo unterstützt haben, sollen ihre Geräte im Sommer 2015 erhalten. Für die 64-GB-Version verlangt Jolla 249 US-Dollar. (Birgit Riegler aus Barcelona, derStandard.at, 3.3.2015)

Hinweis in Sinn der redaktionellen Richtlinien: Die Kosten der Reise zum Mobile World Congress wurden von Samsung übernommen.

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