22 Jahre altes Dokument verrät weitere Geheimnisse zu Super Mario

3. März 2015, 13:10
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Style-Guide enthüllt einige Hintergründe zu bekannten Nintendo-Figuren

Nintendo steht mit seinen Charakteren wie kaum ein anderes Unternehmen für die Videospiel-Industrie und hat sich fest in das kollektive Bewusstsein eingebrannt. Figuren wie Super Mario, Luigi, Prinzessin Peach, Yoshi, Bowser und Samus sind seit Jahrzehnten beliebt und traten bereits in zahlreichen Spielen auf.

Seit Mitte des vergangenen Jahres kursieren Teile eines Style-Guides von 1993 im Netz, die Aufschluss über die Entwicklung der ikonischen Charaktere und in die Denkweise ihrer Schöpfer rund um Entwicklerlegende Shigeru Miyamoto geben. Im Laufe der vergangenen Monate sind immer neue Erkenntnisse ans Tageslicht gelangt.

Genau definierte Richtlinien

Im 22 Jahre alten Dokument sind die Farben der verschiedenen Figuren genau definiert, um ein einheitliches Bild über diverse Produkte gewährleisten zu können. Marios berühmter Mütze ist beispielsweise das normierte Rot "Pantone 485" zugewiesen. Zusätzlich wurden auch die Größenverhältnisse der Bewohner des Pilzkönigreichs untereinander mithilfe von Gegenüberstellungen verdeutlicht. An diese Richtlinien hält sich das japanische Traditionsunternehmen allerdings selbst nicht zwingend. Bowsers Größe variiert oftmals – etwa wenn Mario ihn in "Super Mario 64" problemlos am Schwanz packen kann und er am Ende von "Super Mario Sunshine" oder in "Super Mario Galaxy 2" wiederum zu riesenhafter Größe anwächst.

Lang vergessene Charakterzüge

Nicht nur die äußere Erscheinung der Nintendo-Figuren wurde in diesem Dokument festgehalten, es enthält auch bisher unbekannte Informationen zu Super Marios Charakter, die allerdings in keinem der Videospiele zum Tragen kamen. So ist der italienische Klempner aus Brooklyn, New York kein Mensch, sondern gehört zur Spezies "homo nintendonus". Seine Lieblingsspeise sind Pilze und er lauscht gerne den Klängen klassischer Musik und den Beats von New Wave High-Techno Euro-Pop. Sein Freund Yoshi der Dinosaurier heißt mit vollem Namen T. Yoshisaur Munchakoopas. Das Klempner-Unternehmen will er bei seiner Pensionierung an seinen jüngeren Bruder Luigi weitergeben.

Bowsers unkreative Motivation

Bisher wurde kaum ein Motiv für Bowsers Bestreben genannt, das Pilzkönigreich zu übernehmen und Prinzessin Peach zu entführen. Auch hier liefert der Style-Guide eine Erklärung, wenn auch eine triviale: Super Marios Erzfeind kann den Gedanken an glückliche Pilzköpfe nicht ertragen und will aus diesem Grund die Harmonie im Königreich stören. Weitere Charaktere wie Samus Aran ("Metroid") und Toad werden ebenfalls behandelt, große Neuigkeiten bleiben allerdings aus. Samus' Geschichte ist heutzutage wesentlich komplexer als 1993 und Toad wurde entgegen der Behauptung im Dokument niemals als "Little Toadie" bezeichnet. (ul, derStandard.at, 3.3.2015)

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    foto: nintendo
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