Immobilienverkäufe legten wieder stark zu

3. März 2015, 12:00
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Remax-Preisspiegel: Handelsvolumen stieg 2014 um 21,9 Prozent auf 19,5 Milliarden Euro – Bisheriges Rekordjahr 2010 übertroffen

Im Jahr 2014 wurden in ganz Österreich genau 96.197 Immobilienverkäufe im Wert von 19,5 Milliarden Euro im amtlichen Grundbuch verbüchert. Somit fanden 2014 gleich um 18,1 Prozent mehr Transaktionen als im – sehr schwachen – Jahr 2013 statt. Und sogar das bisherige Rekordjahr 2010 wurde noch um 2,5 Prozent übertroffen, berichtet das Makler-Netzwerk Remax.

Abflachende Preiskurve

"Der Immobilienmarkt hat 2013 aufgrund des eingeschränkten Angebots massiv geschwächelt. Das steigende Angebot, die weiterhin gute Nachfrage nach Immobilien und die deutlich abflachende Preiskurve waren 2014 die Hauptgründe für den rasanten Anstieg von 18,1 Prozent bei den Immobilienverkäufen im Vergleich zum Jahr 2013", erklärt Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer von Remax Austria, in einer Aussendung.

Das gesamte Handelsvolumen stieg 2014 im Vergleich zum Vorjahr um stolze 3,5 Milliarden Euro bzw. 21,9 Prozent. Der bisherige Rekordwert an gehandelten Immobilien aus dem Jahr 2012 wurde damit noch um 1,1 Milliarden Euro übertroffen. Die Zahlen basieren auf der Auswertung der Kaufvertragssammlung des Grundbuchs durch ImmoUnited.

Wiener Markt wertmäßig vorne

Wertmäßig war der wichtigste Immobilienmarkt in Österreich einmal mehr die Bundeshauptstadt Wien: 6,0 Milliarden Euro bzw. 30,6 Prozent des gesamten gehandelten Immobilienwertes wechselten hier die Besitzer, ein Anstieg um 23,4 Prozent gegenüber 2013 und von 16,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2012. Von den insgesamt 15.189 Kaufverträgen bezogen sich die meisten auf Liegenschaften in der Donaustadt (1.252), gefolgt von Floridsdorf (1.118) und Favoriten (1.027).

Mengenmäßig erfolgten die meisten Transaktionen in Niederösterreich. Hier wechselten im Vorjahr 20.133 Häuser, Grundstücke und Wohnungen im kumulierten Wert von 2,75 Milliarden Euro die Besitzer, wobei das Jahr 2012 nur wertmäßig (+4,4 Prozent), nicht aber mengenmäßig (-4,1 Prozent) übertroffen wurde. Die meisten niederösterreichischen Immobilien wurden im Bezirk Baden verkauft, nämlich 1.760 (+14,8 Prozent im Vorjahresvergleich), gefolgt vom Bezirk Mödling mit 1.640 und dem Bezirk Gänserndorf mit 1.616.

Deutliche Preiskorrekturen im oberen Segment

Für das Jahr 2015 erwartet Reikersdorfer stabile Marktverhältnisse: "Die Anzahl der Immobilienverkäufe in Österreich wird sich auch im heurigen Jahr auf hohem Niveau einpendeln. Es ist mit einem leicht steigenden Angebot, einer guten Nachfrage und weitgehend konstanten Preisen zu rechnen." Lediglich bei hochpreisigen Wohnimmobilien und bei Gewerbeliegenschaften werde es vielerorts zu deutlichen Preiskorrekturen nach unten kommen. (red, derStandard.at, 3.3.2015)

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