Grüner Star: 80.000 Österreicher betroffen

3. März 2015, 10:20
2 Postings

Laut Experten wird durch die steigende Lebenserwartung die Anzahl der Neuerkrankungen auf 16.000 pro Jahr steigen

Wien - Rund 80.000 Menschen sind in Österreich bereits vom Glaukom, dem sogenannten Grünen Star, betroffen. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung rechnen Experten künftig außerdem mit 16.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Da die Sehnerverkrankung bis zum Erblinden führen kann, soll der Weltglaukomtag, der jährlich am 12. März stattfindet, das Bewusstsein für diese Problematik schärfen.

Laut einer Umfrage von Oekonsult wissen nur 27 Prozent der Befragten, dass mit einem unbehandelten Grünen Star ein totaler Verlust des Sehvermögens einhergehen kann. Weil sich die Wahrscheinlichkeit am Glaukom zu erkranken, ab dem 50. Lebensjahr alle zehn Jahre verdoppelt, raten Mediziner zur rechtzeitigen Vorsorge. Denn: Frühzeitig erkannt, kann die Schädigung des Sehnervs behandelt und aufgehalten werden.

Vorsorgeuntersuchung ab dem 40. Lebensjahr

Viele Patienten erkennen die Krankheit aber zu spät. Ist das Gesichtsfeld erstmal beeinträchtigt, "ist die Erkrankung schon weit fortgeschritten und ein Großteil des Sehnervs dem Grünen Star bereits zum Opfer gefallen", sagt Herbert Reitsamer, stellvertretender Vorsitzender der Glaukom-Kommission.

Der Präsident der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft, Thomas Michael Radda, plädiert deswegen für eine jährliche Vorsorgeuntersuchung ab dem 40. Lebensjahr. Von einer solchen würde vor allem das österreichische Gesundheitswesen profitieren, da durch die bessere Behandlungsmöglichkeit auch die Zahl der Krankenstände und Pflegefälle reduziert werden könnte.

In Kooperation mit Augenfachärzten aus aller Welt veranstalten die World Glaucoma Association (WGA) und die World Glaucoma Patient Association (WGPA) jedes Jahr zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen zum Thema Grüner Star. Ziel ist es, auf die Folgen der Augenkrankheit aufmerksam zu machen und so irreparablen Schäden und Erblindungen vorzubeugen. (APA, derStandard.at, 3.3.2015)

Share if you care.