Athen will IWF-Anleihen im März begleichen

3. März 2015, 08:36
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Griechenland sagt, es könne die IWF-Anleihen im März begleichen. Finanzminister Yiannis Varoufakis bastelt an einem Plan für die Zeit bis Ende Juni

Athen - Griechenland sichert seinen Gläubigern zu, allen Verpflichtungen im März nachzukommen. "Wir sind zuversichtlich, dass alle Rückzahlungen in Gänze gemacht werden, besonders an den IWF", sagte Finanzminister Yiannis Varoufakis am Montagabend in einem TV-Interview.

Der Internationale Währungsfonds (IWF), der zu den wichtigsten Geldgebern des Landes gehört, soll im März 1,5 Milliarden Euro aus einem Kredit zurückbekommen. Griechenland hat zwar gerade von seinen Gläubigern erneut mehr Zeit erhalten, dem Staat droht aber die Pleite, weil die Möglichkeiten, an neues Geld zu kommen, begrenzt sind.

Viele Experten befürchten, dass Griechenland spätestens im Sommer ein drittes Hilfsprogramm benötigt. Die Rede ist von bis zu 50 Milliarden Euro. Führende EU-Politiker wiesen dies aber am Montag zurück, obwohl der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos von solchen Überlegungen berichtet hatte.

Treffen am Montag

Am Dienstag sagte Varoufakis dann, dass man sich am kommenden Montag mit den Europartnern zusammensetzen werde und ein Dossier mit sechs Vorschlägen vorstellen möchte, die umgehend umgesetzt werden könnten.

Er reagierte damit auf einen Vorschlag des Vorsitzenden der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, wonach bei entsprechenden Reformen die Auszahlung weiterer Finanzhilfen bereits im März möglich sei.

Es gebe Maßnahmen, die umgehend ergriffen werden könnten, sagte Dijsselbloem der britischen Tageszeitung "Financial Times" vom Montag. Sollte rasch damit begonnen werden, werde "zu einem bestimmten Zeitpunkt im März möglicherweise eine erste Tranche fließen". "Dies erfordert aber Fortschritte, nicht bloße Ankündigungen", sagte Dijsselbloem. Varoufakis sagte dazu, dies sei "überhaupt kein schlechter Vorschlag".

Varoufakis: März geregelt

"März ist geregelt. Wir sind dabei, die Mittel für den ganzen Zeitraum der vier Monate zu sichern", sagte Varoufakis in dem Interview. Griechenland und die Eurogruppe hatten sich Mitte Februar geeinigt, das eigentlich Ende Februar auslaufenden Hilfsprogramm um vier Monate zu verlängern. Bedingung dafür war die Verpflichtung Athens zu Reformmaßnahmen. Diese Vorschläge sollen bis April von der Eurogruppe geprüft werden. Erst anschließend soll Athen eigentlich weitere Finanzhilfen erhalten. Der Bundestag stimmte der Verlängerung des Hilfspakets am Freitag zu.

Griechenland ist seit 2010 vom Kapitalmarkt abgeschnitten und wird seitdem von den Euro-Partnern und dem IWF mit 240 Milliarden Euro vor der Pleite bewahrt. (APA/Reuters, 3.3.2015)

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