Alijew-Anwälte klagen zwei BKA-Beamte wegen E-Mails an Lansky

2. März 2015, 13:08
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Ainedter: Informationen preisgegeben, die bei normaler Akteneinsicht nicht zugestanden würden

Wien – Die Anwälte des am vergangenen Dienstag verstorbenen kasachischen Ex-Botschafters Rachat Alijew haben gegen zwei Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) Strafanzeige erhoben. Es geht dabei um Berichte an den Opferverein Tagdyr, der von der Anwaltskanzlei Lansky, Ganzger und Partner (LGP) vertreten wird, wie Alijew-Verteidiger Klaus Ainedter am Montag in Wien erklärte.

Dabei sollen Informationen weitergegeben worden sein, die "bei einer normalen Akteneinsicht nicht zugestanden" würden. Die Berichte sollen alle im "Gerichtsakt Alijew" enthalten seien. Wie sie dorthin gelangten, wollten die langjährigen Rechtsanwälte Alijews nicht sagen. Gegen die beiden Beamten reichten sie nun eine Strafanzeige bei der Wiener Korruptionsstaatsanwaltschaft wegen "Verletzung des Amtsgeheimnisses und Amtsmissbrauch" ein, bestätigte Klaus Ainedter am Montag bei einem Pressegespräch.

"Wir arbeiten daran, dass es einen Geschworenenprozess geben wird. Wir haben auch schon mit der Staatsanwältin darüber gesprochen", zitierte Klaus Ainedter aus einem angeblichen Aktenvermerk eine Korrespondenz zwischen den Beamten und der Anwaltskanzlei Lansky, Ganzger und Partner (LGP) im Jahr 2011.

Tagdyr ist ein kasachischer Opferverein, der unter anderem die Witwen der beiden Banker vertritt, deren Ermordung Alijew vorgeworfen wurde. Hinter Tagdyr vermutet die Justiz den kasachischen Geheimdienst. (APA, 2.3.2015)

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