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Die Verpackung muss stimmen

2. März 2015, 14:50

Die richtige Verpackung von Lebensmitteln kann weder Wunder bewirken, noch den Hunger in vielen Teilen dieser Welt stillen. Aber sie kann dabei helfen, nachhaltiger mit unseren wertvollsten Ressourcen umzugehen.

Denn:

  • 94.000 tote Kühe wandern in Dänemark pro Jahr auf den Müll. Sie sterben nicht ohne Grund, aber ohne Verwendung. Weil das Fleisch der Tiere verdirbt, bevor es zu den KonsumentInnen gelangen kann.
  • In Italien wird jährlich jene Menge an Lebensmitteln weggeworfen, die die Bevölkerung ganz Äthiopiens ernähren könnte.
  • In den Entwicklungsländern selbst verderben 40 Prozent der landwirtschaftlichen Güter noch in der Produktionsstätte.

Diese erschreckenden Zahlen könnten drastisch gesenkt werden. Und zwar durch eine verbesserte Aufbewahrung der Güter. Die Verpackung ist hierbei ein wichtiger Bestandteil. Von VerbraucherInnen oftmals achtlos aufgerissen und weggeworfen erfüllt sie jedoch eine zentrale Aufgabe bei der Logistik und Lagerung von Gütern.

Aktiv und intelligent

Eine wachsende Weltbevölkerung, welche versorgt werden will, VerbraucherInnen, die zunehmend Wert auf hochqualitative Produkte legen oder eine immer strenger werdende Gesetzgebung lösen aktuell Handlungsbedarf aus. Smart Packaging – der Einsatz aktiver und intelligenter Verpackung – kann helfen, diesen Herausforderungen ein Stück weit zu begegnen, indem sie Nahrung sichert und Ressourcen spart. Dabei gilt es, zwischen den Komponenten aktiv und intelligent zu unterscheiden. Feuchteregulierende Folien für Obst, Fleisch in antimikrobieller Verpackung, Bier in Kunststoffflaschen mit Sauerstoffabsorber im Drehverschluss – aktive Verpackungen treten mit dem Füllgut wie beispielsweise Lebensmitteln in Wechselwirkung und erhöhen so die Haltbarkeit und Qualität des Produktes. Angezeigt werden diese Parameter durch das im Handel üblicherweise verwendete Mindesthaltbarkeitsdatum. Dieses indiziert aber nur, wie lange Lebensmittel bei optimaler Logistik und Lagerung genießbar sein sollten. Wird beispielsweise eine Kühlkette unterbrochen, kann das Haltbarkeitsdatum nicht mehr garantiert werden. Und am Ende der Mindesthaltbarkeit sind tatsächlich bis zu 30 Prozent der Lebensmittel bereits verdorben. Hier kommt die Intelligenz der Verpackung ins Spiel. Diese bewertet das Packgut beispielsweise nach der Dauer der Lagerung, auftretenden Temperaturschwankungen oder dem Frischezustand des Produktes. Indikatoren wie Farbskalen auf der Verpackung zeigen mögliche Gefahren für das Lebensmittel an.

Verpackung hat Zukunft

Lebensmittel und Verpackung bilden also immer mehr eine Einheit und halten einer isolierten Betrachtungsweise nicht mehr stand. Sie wirken miteinander und aufeinander ein. Smart Packaging hat daher unumstritten Potenzial. Der US-Marktforscher MarketsandMarkets schätzt, dass der weltweite Umsatz von intelligenten Verpackungen bis 2015 um jährlich 8,2 Prozent auf rund 24 Milliarden US-Dollar steigen wird. Das weiß auch die Industrie. Jedoch sind gut ausgebildete MitarbeiterInnen aufgrund der starken Interdisziplinarität des Berufsfeldes schwer zu finden. Denn in der Verpackungsbranche spielen Naturwissenschaften, Technik, Ökonomie und Design eine Rolle. Daher wurde seitens der UnternehmerInnen der Ruf nach einer adäquaten Ausbildung laut. Gehört wurde er von Manfred Tacker, dem ehemaligen Geschäftsführer des Österreichischen Forschungsinstituts für Chemie und Technik, nun Studiengangsleiter des neuen Bachelorstudiengangs "Verpackungstechnologie" an der FH Campus Wien.

Erfolgreich vernetzt

"Die FH Campus Wien entwarf dieses in Österreich einzigartige Bachelorstudium gemeinsam mit und für die Verpackungsindustrie. Namhafte Unternehmen, Lehr- und Forschungseinrichtungen unterstützen den Studiengang, der so hervorragend an Forschung und Praxis anknüpft", so Tacker. "Diese Vernetzung stärkt auch der Standort am Campus Vienna Biocenter, wo viele Forschungsunternehmen und andere Studiengänge der FH Campus Wien angesiedelt sind. Das ermöglicht einen starken interdisziplinären Austausch und gemeinsame Projekttätigkeiten", erläutert Tacker weiter.

Und eine solche Zusammenarbeit ist essentiell, denn die Verpackungstechnologie ist ein vielschichtiger Bereich. Neben der Verlängerung der Haltbarkeit von Füllgütern ist auch die verkürzte Haltbarkeit der Verpackung selbst ein Thema. Diese sollte nämlich neben den funktionalen Anforderungen auch Nachhaltigkeitsaspekten gerecht werden. Ressourcenschonung und Abfallvermeidung sind dabei zentrale Zukunftsfragen. Daher setzen VerpackungsherstellerInnen immer öfter Materialien aus biologisch abbaubaren Rohstoffen ein, beispielsweise Verpackungen aus Maisstärke. Diese haben teilweise schon selbst ein Ablaufdatum, an dem sie in den Naturkreislauf zurückgeführt werden können. Auch Recycling, also die Wiederverwertbarkeit von Verpackung wie beispielsweise von Kunststoffflaschen, fällt in dieses Gebiet.

Eine Ausbildung für AllrounderInnen

"Es ist wichtig, dass VerpackungstechnologInnen mit ihrem Wissen den gesamten Lebenszyklus der Verpackung abdecken können. Worauf kommt es beim optimalen Verpacken an, wie wird Verpackung ökologisch und wirtschaftlich entwickelt, hergestellt, recycelt und entsorgt? Um diese Fragen zu beantworten, braucht man umfassende Kenntnisse in naturwissenschaftlichen Fächer wie Chemie und Mikrobiologie, technisches Grundlagenwissen und Einblick in die Bereiche Ökonomie, Ökologie, Design und Qualitätswesen", erklärt Tacker.
Lohnend verhält es sich nach absolvierter Ausbildung mit den Berufsaussichten in den verschiedenen Branchen. Zukunftssichere Jobs gibt es natürlich in der Industrie, aber auch im Handel, bei Behörden und auch im Dienstleistungsbereich sind AbsolventInnen sehr gefragt. Auch einer forschenden Tätigkeit steht nichts im Wege.


Kooperationen des Studiengangs Verpackungstechnologie:

Unternehmen: ALPLA, Altstoff Recycling Austria (ARA), Cardbox Packaging, Greiner Packaging, Mondi, Smurfit Kappa und Vetropack Austria

Lehr- und Forschungseinrichtungen: Hochschule München, Technische Universität Wien, das Österreichische Forschungsinstitut für Chemie und Technik, Umweltbundesamt


Weitere Informationen zum berufsbegleitenden Bachelorstudium Verpackungstechnologie

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    apa-fotoservice/schedl
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