Griechen könnten im März erstes Geld erhalten

2. März 2015, 09:52
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Beginn von Reformen aber Voraussetzung

Athen/Brüssel - Griechenland kann bereits im März auf eine Milliarden-Überweisung seiner internationalen Geldgeber hoffen. Voraussetzung sei der Beginn notwendiger Reformen, sagte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem der "Financial Times". "Meine Botschaft an die Griechen lautet: Versucht das Programm zu starten, bevor die gesamten Verhandlungen beendet sind", sagte der niederländische Finanzminister.

"Es gibt Elemente, mit denen bereits heute begonnen werden kann. Wenn ihr das tut, dann könnte es irgendwann im März eine erste Überweisung geben. Das aber würde Fortschritt erfordern und nicht bloß Absichten."

Geld benötigt

Griechenland braucht dringend Geld, schon im März muss der Krisenstaat gut 6,85 Mrd. Euro auftreiben. Helfen soll die Europäische Zentralbank (EZB), heißt es aus Kreisen des griechischen Finanzministeriums. Das bringt den Rat der Notenbank vor seiner auswärtigen Ratssitzung an diesem Donnerstag in Zypern in eine missliche Lage.

Denn die Währungshüter helfen zwar seit Jahren immer wieder als schnelle Eingreiftruppe, wenn es in einem Euro-Krisenland brennt. Doch dieses Mal geht es um mehr: Kappt die EZB den Geldfluss, trocknen die Banken in Hellas aus. "Das wäre der Rausschmiss, Griechenland würde die Währungsunion faktisch verlassen", sagt Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. (APA/Reuters, 2.3.2015)

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