Neun Tote: Serienmord im Bundesstaat Missouri war offenbar Familiendrama

28. Februar 2015, 10:15
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Kleinstadt unter Schock - Täter tötete sich offenbar selbst

St. Louis (Missouri) - Die Kleinstadt Tyrone im US-Bundesstaat Missouri steht unter Schock: An verschiedenen Orten der ländlichen Gemeinde wurden in der Nacht zum Freitag insgesamt neun Leichen gefunden. Die Polizei teilte mit, dass sieben Opfer erschossen worden seien. Unter den Toten sei zudem der mutmaßliche Schütze, der sich offenbar das Leben genommen habe.

Eine alte Frau starb den Angaben zufolge wohl eines natürlichen Todes. Das genaue Motiv der Bluttat sei noch nicht bekannt, sagte Polizeisprecher Jeff Kinder bei einer Pressekonferenz. Vieles deutet aber auf ein Familiendrama hin.

Laut den Erkenntnissen der Behörden erschoss ein 36-jähriger Bewohner von Tyrone sieben Menschen in vier verschiedenen Häusern. Vier der Opfer seien Cousins des mutmaßlichen Täters gewesen. Bei der tot aufgefundenen Seniorin handelt es sich den Angaben zufolge um die 74-jährige Mutter des Schützen.

"Sie scheint eines natürlichen Todes gestorben zu sein", sagte Kinder. Die Leiche werde am Samstag aber noch gerichtsmedizinisch untersucht. Der Verdächtige wurde den Angaben zufolge mitten auf einer Schnellstraße tot in einem Auto gefunden. Die Schusswunden deuteten darauf hin, dass der Mann die Waffe gegen sich selbst gerichtet hatte.

Der Notruf war am späten Donnerstagabend (Ortszeit) bei der Polizei eingegangen. Ein Mädchen, das zu Nachbarn geflohen war, meldete Schüsse in ihrem Haus. Die alarmierten Beamten fanden zunächst zwei Leichen und stießen bei ihren Ermittlungen auf die weiteren Tatorte. Bei der Gewalttat wurde den Angaben zufolge auch ein Mensch verletzt. Tyrone hat 2.000 Einwohner und liegt gut 200 Kilometer südwestlich der Großstadt St. Louis. (APA, 27.2.2015)

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