Viennafair-Affairs

27. Februar 2015, 12:54
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Die "neue" Viennafair orientiert sich am Modell der Frieze: mit dem Bereich internationaler zeitgenössischer Kunst und einer der Klassischen Moderne gewidmeten Sektion

Anfang Februar war das neue Messeprojekt ("Aus eins mach zwei", DER STANDARD, 7. Februar) noch nicht spruchreif. Jetzt ist alles in trockenen Tüchern: Die neue Viennafair findet vom 7. bis 11. Oktober statt, wie Messeveranstalter Wolfgang Pelz (Art Austria, Art Salzburg) diese Woche im Gespräch mit dem Standard bestätigte. Die Verträge seien zwischenzeitlich unterzeichnet, Reed fungiere als Lizenzgeber der Marke Viennafair und Vermieter der Messehalle A.

Die inhaltliche Ausrichtung der Kunstmesse wurde erweitert: Neben zeitgenössischer Kunst, für die man mehr internationale Galeristen zur Teilnahme gewinnen möchte, ist auch ein Schulterschluss mit dem Kunsthandel vorgesehen.

Zu dichter Messeherbst?

Unter der Bezeichnung "Viennafair Masters" liegt der Schwerpunkt dieser mit eigenem Standdesign ausgestatteten Sektion auf Kunst der Klassischen Moderne. Demnach orientiert sich das neue Viennafair-Konzept am Two-in-one-Modell der Londoner Frieze, die 2012 um die "Frieze Masters" ergänzte.

Das "alte" Viennafair-Team veranstaltet, wie berichtet, vom 25. bis 27. September am "neuen" Standort Marx-Halle die "Viennacontemporary". Inhaltlich, betont die künstlerische Leiterin Christina Steinbrecher-Pfand, stehen dabei künftig drei Pfeiler im Mittelpunkt: lokale österreichische Galerien, die international tätig sind, internationale Galerien sowie solche aus Osteuropa.

Zusammen mit den traditionell dem klassischen Kunsthandel vorbehaltenen Messen für Kunst und Antiquitäten Anfang November (Art & Antique Hofburg, 7. bis 15. November; Wiener Internationale Kunst- & Antiquitätenmesse, 6. bis 15. November) steht dem Marktplatz Wien ein dichtes Herbstprogramm bevor. Ob zu dicht, wird sich dann anhand des wirtschaftlichen Erfolges der Teilnehmer ablesen lassen. (Olga Kronsteiner, derStandard.at, 27.2.2015)

Nachlese

Aus eins mach zwei: Während das alte Viennafair-Team mit der Vienna Contemporary übersiedelt und den Hauptsponsor verliert, taucht am alten Standort eine neue Viennafair auf

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