Social-Media-Generation verbringt weniger Zeit mit TV und Zeitungen

27. Februar 2015, 11:46
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Nur mehr 31 Prozent "Internet-Asketen"

Der Anteil der Social-Media-Nutzer ist zuletzt stark gewachsen: seit 2010 von zehn auf 40 Prozent 2014. Klassische Medien wie TV oder Zeitungen werden von der - meist jungen - "Livestream-Generation" allerdings weniger intensiv genutzt. Das zeigt die aktuelle Österreichische Verbraucheranalyse des Linzer Instituts IMAS, für die jährlich 8.000 Personen befragt werden.

Die Meinungsforscher unterscheiden vier "Kommunikationswelten": 31 Prozent der Bevölkerung sind "Internet-Asketen", 60 Prozent von ihnen kommen aus der Altersgruppe 60 plus. Die "Internet-Basis-Nutzer" (29 Prozent) verwenden zwar das Internet, aber kein Web 2.0. Diese Gruppe verteilt sich auf alle Altersgruppen. 18 Prozent der Befragten entpuppten sich als "moderate", 21 Prozent als "intensive Social-Media-Nutzer". Hier haben die Unter-30-Jährigen die Nase eindeutig vorne.

139 Minuten

Die Studienteilnehmer wurden gebeten, ihren Medienkonsum am Tag vor der Befragung zeitlich abzuschätzen. Nimmt man TV, Radio, Internet und Print-Medien zusammen, werden dafür im Mittel 345 Minuten aufgewendet. Den größten Anteil haben Fernsehen (139 Minuten) und Radio (118 Minuten). Für das Internet, das 47 Prozent der Befragten täglich nutzen, werden 58 Minuten erübrigt, für Printmedien 30.

Unter-30-Jährige haben mit 322 Minuten insgesamt einen geringeren Medienkonsum als der Durchschnitt der Bevölkerung. Sie sehen 20 Minuten weniger fern, hören 26 Minuten weniger Radio und sparen 16 Minuten beim Lesen von Zeitungen, Zeitschriften oder Magazinen. Hingegen schlägt sich ihr Internet-Konsum mit 39 Minuten mehr als bei der restlichen Bevölkerung zu Buche. (APA, 27.2. 2015)

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